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Deutsche Anleihen

Kursverluste - Japanische Renditen steigen deutlich 20.01.2026, 17:38 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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BUND Future 127,99 EUR -0,14 % Ariva Indikation

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Dienstag nachgegeben. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,14 Prozent auf 127,99 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg im Gegenzug auf 2,86 Prozent. Auch in den anderen Ländern der Eurozone legten die Renditen zu.

Weiterhin dominiert der Streit um Grönland das Geschehen an den Finanzmärkten. Die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten für Deutschland haben sich im Januar derweil merklich verbessert. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW stieg stärker als erwartet. "Die jüngsten Zolldrohungen werfen derweil einen großen Schatten auf die aufgehellten Konjunkturperspektiven", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, mit Blick auf das aggressive Vorgehen der USA bei deren Plänen, Grönland zu übernehmen. Die Zölle hätten bereits deutliche Bremsspuren bei den Exporten hinterlassen. "Würden sich die Zölle noch erhöhen, würde sich einerseits der Exportrückgang fortsetzen und anderseits sogar auch noch beschleunigen", schreibt Gitzel. "Darunter würde die gesamte Wirtschaft leiden."

Der Rückgang der Erzeugerpreise in Deutschland ist dank niedriger Energiekosten weiter spürbarer geworden. Diese wirken sich auch auf die Verbraucherpreise insgesamt aus. Die Inflationsrate war in der Eurozone im Dezember unter den Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent gefallen. Eine Leitzinsänderung wird in der Eurozone auf absehbare Zeit nicht erwartet.

Einen erneuten deutlichen Anstieg gab es bei den Renditen für japanische Staatsleihen. Die Papiere stehen seit der Ankündigung von vorgezogenen Neuwahlen unter Druck, während es mit den Renditen im Gegenzug nach oben geht. Seit Montagmorgen legte die Rendite in der zehnjährigen Laufzeit von etwa 2,20 auf 2,34 Prozent zu.

Bei vorgezogenen Neuwahlen wird am Markt eine größere Mehrheit für die amtierende japanische Regierungschefin Sanae Takaichi erwartet. Diese hätte es dann leichter, ihre Wachstumspläne durch höhere Staatsausgaben durchzusetzen. Nach Einschätzung der Dekabank verstärken sich die Fiskalsorgen in Japan und der Anstieg der Renditen für Staatsanleihen gehe weiter. Der japanische Finanzminister Satsuki Katayama hat versucht, die Finanzmärkte zu beruhigen. Die Aussagen verpufften jedoch./jsl/he

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