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Deutsche Anleihen

Kursverluste - robuste US-Konjunkturdaten belasten 05.11.2025, 17:43 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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BUND Future 125,40 EUR +0,16 % L&S Exchange

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Mittwoch etwas nachgegeben. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,15 Prozent auf 129,07 Punkte. Er befindet sich bereits seit Anfang letzter Woche auf Richtungssuche. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,66 Prozent.

Konjunkturdaten aus Deutschland fielen robust aus und spielten am Markt keine große Rolle. Im September legten die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe im Monatsvergleich nach vier Auftragsdämpfern in Folge wieder zu. "Insgesamt bleibt aber festzuhalten, dass von einer Belebung der Nachfrage nach deutschen Industriegütern bisher nicht die Rede sein kann", kommentierte Commerzbank-Ökonom Ralf Solveen. "Wir gehen weiter davon aus, dass sich das im kommenden Jahr angesichts des verzögerten Effekts der Zinssenkungen der EZB und der expansiven Finanzpolitik ändern wird." Die Erholung dürfte sich jedoch nur als Strohfeuer erweisen, solange es nicht zu umfangreichen strukturellen Reformen komme.

Etwas belastet wurde die Anleihen durch robuste Konjunkturdaten aus den USA. Die Privatwirtschaft hatte dort im Oktober mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Die Daten wurden vom privaten Arbeitsmarktdienstleister ADP erhoben. Die Zahlen werden derzeit besonders beachtet, da wegen der teilweisen Schließung der Bundesbehörden keine offiziellen Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden.

Zudem hat sich die Stimmung im Dienstleistungssektor der USA verbessert. Der Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management (ISM) stieg überraschend deutlich und signalisiert wieder wirtschaftliches Wachstum. "Erwartungen einer Fed-Zinssenkung zum Ende des Jahres und in den Monaten danach dürften tendenziell kleiner werden, auch vor dem Hintergrund, dass der heute veröffentlichte ADP-Report auf eine mögliche Stabilisierung am Arbeitsmarkt hindeutet", kommentierte Ulrich Wortberg, Analyst bei Helaba./jsl/he

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