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Deutsche Anleihen

Leichte Kursverluste 07.10.2026, 17:25 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Mittwoch etwas gesunken. Der richtungweisende Euro-Bund-Future DE0009652644 fiel um 0,10 Prozent auf 120,78 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,49 Prozent.

Für Verunsicherung sorgte weiterhin die Lage in Frankreich. Hier gerieten die Kurse unter Druck und die Anleiherenditen legten nach der Entspannung am Vortag wieder deutlich zu. Am Mittwochmorgen äußerte sich der Präsident der französischen Zentralbank, Emmanuel Moulin, in einem Gespräch mit "France Inter Radio". Dabei sagte er, dass Frankreich mit Blick auf das Staatsdefizit durchaus in einer Risikozone sei und der Haushaltsplan für 2027 wichtig werde, um die Finanzmärkte zu beruhigen. Zudem sieht er aktuell keinen Grund für ein Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB) mit Blick auf Frankreich. Moulin entscheidet auch im EZB-Rat über die Geldpolitik im Euroraum mit. Die Renditen französischer, aber auch Anleihen aus anderen europäischen Ländern legten daraufhin zu.

Am Dienstag hatte sich die Lage am französischen Markt noch entspannt. Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hatte ihre Haushaltspläne für die kommenden Jahre vorgestellt. Die Vorsitzende des rechtsgerichteten "Rassemblement National", die aktuell als Favoritin für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr gilt, will das Haushaltsdefizit deutlich reduzieren.

Die wachsenden Staatsschulden und die politische Unsicherheit hatten in Frankreich zuletzt die Renditen stark steigen lassen. Am vergangenen Freitag war die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen bis auf fast 5 Prozent geklettert. Am Mittwoch stieg die Rendite in der Spitze bis auf 4,91 Prozent.

Industriedaten aus Deutschland bewegten den Anleihemarkt kaum. Die Gesamtproduktion ist im August stärker als erwartet gestiegen. "In den kommenden Monaten könnte sich die Industrieproduktion dank gut gefüllter Auftragsbücher weiter stabilisieren - insbesondere dann, wenn die jüngsten Sonderbelastungen nachlassen", kommentierte Volkswirt Marc Schattenberg von der Deutschen Bank. "Die Bauaktivität dürfte zudem von den staatlichen Infrastrukturinvestitionen profitieren."

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