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"Gescheiterte Iran-Gespräche belasten" (Wochenausblick) 13.04.2026, 15:07 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Der Krieg im Iran bleibt bestimmendes Thema, und da stehen die Zeichen wieder auf Eskalation. Längerfristige Folgen für Inflation und weltweite Konjunktur werden immer wahrscheinlicher, heißt es.

13. April 2026. FRANKFURT (Deutsche Börse). Mit dem Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen den USA und Iran und der von US-Präsident Trump angekündigten Blockade der Straße von Hormus ist die Stimmung dahin. Der Ölpreis ist wieder deutlich gestiegen, das Barrel Brent kostet am Montagmorgen 102 US-Dollar.

"Die Märkte schwankten in der letzten Woche zwischen Friedenshoffnungen und Ernüchterung", erklärt Ulrich Wortberg von der Helaba. Das werde wohl auch in den nächsten Tagen noch so bleiben. Mit jeder verstreichenden Woche ohne deutliche und nachhaltige Senkung der Energiepreise erhöhe sich aber die Gefahr von konjunkturellen Schäden. In Asien werde bereits von Produktionskürzungen berichtet. Die erhöhten das Risiko für Störungen der globalen Lieferketten zusätzlich zu dem Stopp der Passage durch die Straße von Hormus.

Gewinne wieder abgegeben

Der DAX (E0008469008) steht am Montagmorgen bei 23.503 Punkten nach 23.804 am Freitag zu Handelsschluss. Der Stoxx Europe 600 (EU0009658202) zeigt sich ebenfalls schwächer. Die US-Aktienmärkte hatten am Freitag nach einer starken Woche uneinheitlich geschlossen. Der Goldpreis ist zuletzt wieder gestiegen, die Feinunze kostet aktuell 4.728 US-Dollar. Der Bitcoin wird nach einer kleinen Erholung jetzt wieder zu 71.000 US-Dollar gehandelt, im Allzeithoch waren es fast 126.000 US-Dollar.

"Wachsende Verkaufsbereitschaft"

"In der neuen Handelswoche dürfte der erneute Ölpreisanstieg den Marktteilnehmern zu denken geben", bemerkt Berndt Fernow von der LBBW. Schon vor dem Scheitern der USA-Iran-Verhandlungen habe die Sentix-Umfrage eine deutliche Eintrübung der mittelfristigen Aktienmarkteinschätzung zutage gefördert. "Die Wahrnehmung der Krise verschiebt sich anscheinend in Richtung hartnäckigerer Folgen, und aus Sentiment-Sicht bedeutet dies eine wachsende Verkaufsbereitschaft."

Erste Quartalsberichte

Datenseitig ist der Kalender diese Woche dünn bestückt. In den USA legen aber erste Unternehmen ihre Bücher für das erste Quartal offen, vor allem Banken. In Europa eröffnet Schwergewicht ASML am Mittwoch den Zahlenreigen, wie die DekaBank erklärt. "Der Konsens erwartet für den S&P 500 ein Gewinnwachstum von rund 13 Prozent", heißt es. Für Stoxx 600 und DAX lägen die Konsensprognosen mit rund 6 Prozent und 2 Prozent deutlich darunter. Noch stärker als üblich dürften aufgrund des Iran-Krieges die Ausblicke im Fokus stehen.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Mittwoch, 15. April

11.00 Uhr. Eurozone: Industrieproduktion Februar. Die Helaba rechnet mit einem kleinen Minus von 0,2 Prozent gegenüber Januar nach minus 1,5 Prozent im Vormonat. Die Zahlen gäben aber nur Aufschluss über den Trend vor dem Iran-Krieg.

Donnerstag, 16. April

4.00 Uhr. China: BIP erstes Quartal. Chinas Wirtschaft dürfte der Commerzbank zufolge im ersten Quartal um 4,6 Prozent zugelegt haben, gestützt durch robuste Exporte und vorgezogene öffentliche Investitionen.

4.00 Uhr. China: Einzelhandelsumsätze/Industrieproduktion März.

13.30 Uhr. Eurozone: Protokoll der EZB-Sitzung vom 19. März. Die Zusammenfassung dürfte der DekaBank zufolge eine umfangreiche Diskussion enthalten über die Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten sowie die gestiegenen Energiepreise auf die Inflation im Euroraum.

15.15 Uhr. USA: Industrieproduktion März. Laut Helaba ist mit keinem Wachstum gegenüber Februar zu rechnen, im Vormonat war es ein kleines Plus von 0,2 Prozent.

Freitag, 17. April und Samstag, 18. April

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Von Anna-Maria Borse, 13. April 2026, © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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