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"Gigantische Umsätze mit Edelmetallfonds" 15.01.2026, 12:58 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Das neue Jahr hat richtig gut angefangen, mit immer neuen Rekorden an den Aktienmärkten und vor allem bei Gold und Silber. Das schlägt sich im Fondshandel nieder.

15. Januar 2026. FRANKFURT (Deutsche Börse). Auch im Fondshandel geht es aktuell viel um Edelmetalle. "Die Umsätze mit Edelmetallfonds sind gigantisch", berichtet Matthias Präger, der für die Baader Bank Fonds handelt. Auch bei der ICF Bank macht sich die Gold- und Silberpreisrally bemerkbar mit hoher Nachfrage nach entsprechenden Fonds. "Eindeutiger Umsatzspitzenreiter ist bei uns aber ein Technologiefonds", bemerkt ICF-Händler Ivo Orlemann.

Insgesamt haben die Händler derzeit viel zu tun. "Die Stimmung ist gut - mit immer neuen Allzeithochs von DAX, Gold und Silber", bemerkt Präger. "Es ist viel los", meldet auch Orlemann.

Gold und Silber erreichen immer neue Hochs: Mit 4.642 US-Dollar die Feinunze ist Gold so wertvoll wie nie. Der Silberpreis ist erstmals über 90 US-Dollar geklettert. Extrem gefragt bei der Baader Bank: der Earth Gold Fund (DE000A0Q2SD8) und der BGF World Gold Fund in Euro (LU0326422689), beides Goldminenfonds. Eher abgegeben werde der BGF World Gold Fund in US-Dollar (LU0055631609). Favorit bei der ICF-Kundschaft ist der Stabilitas Silber + Weissmetalle (LU0265803667).

Auch Tech-Fonds mit immer neuen Hochs

Doch auch Technologiefonds sind gefragt, allen voran der Fidelity Global Technology (LU0099574567), wie Orlemann berichtet. Für den Fonds geht es seit dem Kursrücksetzer im März/April fast nur aufwärts. Anfang der Woche wurde ein neues Allzeithoch markiert.

Im Handel mit breit streuenden Aktienfonds dominieren bei der Baader Bank-Kundschaft - wie üblich - Abgaben. Auf den Verkaufslisten: die auf deutsche Aktien setzenden Fondak (DE0008471012), DWS Deutschland (DE0008490962) und DekaFonds CF (DE0008474503). Ebenso abgegeben werden die international investierenden Morgan Stanley INVF Global Opportunity (LU0552385295), DWS Top Dividende (DE0009848119) und DWS Vermögensbildungsfonds (DE0008476524). Gekauft wird Präger zufolge hingegen der Alken Fund European Opportunities (LU0235308482).

Eher auf den Abgabelisten stehen Fonds mit asiatischen Aktien, wie der Baring Hong Kong China (IE0000829238) und der DWS Top Asien (DE0009769760).

Mischfond-Konzepte überzeugen

Ein Umsatzrenner bei der ICF bleibt der Flossbach von Storch Multiple Opportunities (LU0323578657). Der kann in Aktien, Edelmetalle, Anleihen und Derivate investieren. Per Ende Dezember waren es aber zu fast 80 Prozent Aktien. Beliebt bleibt bei der Baader Bank-Kundschaft der ARERO - Der Weltfonds (LU0360863863). Der investiert zu gleichbleibenden Anteilen in Aktien (60 Prozent), Renten (25 Prozent) und Rohstoffe (15 Prozent).

Auch Geldmarktfonds weisen hohe Umsätze auf. "Aktuell sind es aber eher Verkäufe", ergänzt Orlemann. Beispiele sind der UniOpti4 (LU0262776809) und der Fixed Income One von LLB Invest (AT0000A347S9).

Immobilien-Fonds: Verkäufe und Käufe

Immer umsatzstark sind die derzeit in der Kritik stehenden Immobilienfonds. "Das Bild ist nicht einheitlich: Einige werden abgeben, einige gekauft", erläutert Orlemann. Auf den Verkaufslisten steht erneut der Leading Cities Invest von KanAm (DE0006791825). Dessen Anteilspreis war zum 26. November 2025 abermals reduziert worden, und zwar um 3,63 Euro je Anteil. Auch der Grundbesitz Fokus Deutschland (DE0009807081) und der UniImmo: Global (DE0009805556) werden abgestoßen. Eher gekauft wird hingegen der HausInvest (DE0009807016).

Die DekaBank hat gerade die Risiko-Einstufungen von drei milliardenschweren Immobilienfonds erhöht, und zwar für den Deka-Immobilien Europa, Deka-Immobilien Global und WestInvest Inter Select. Bei allen drei Fonds lautet die Risiko-Einstufung nun zwei statt eins. Grundlage ist eine Skala von eins bis sieben; eins stellt das geringste Risiko dar.

Von Anna-Maria Borse, 15. Januar 2026 © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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