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SpaceX-IPO: Direkt zum US-Start auch an der Deutschen Börse 11.06.2026, 15:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Wenn SpaceX am Freitag, 12. Juni 2026, in den USA an die Börse geht, kannst du die Aktie zeitgleich auch auf dem Frankfurter Parkett handeln. Möglich macht das die taggleiche Einbeziehung in den Handel.

11. Juni 2026. FRANKFURT (Deutsche Börse). Mit dem geplanten Börsengang des US-Raumfahrt- und Satellitenunternehmens SpaceX (US84615Q1031) deutet sich einer der größten IPOs der Börsengeschichte an. Die Preisfestsetzung für den Emissionspreis für das von Elon Musk geführte Unternehmen SpaceX soll am Donnerstag, 11. Juni 2026, erfolgen. Der Börsenstart an der Nasdaq ist für Freitag, 12. Juni 2026, ab 9:30 Ortszeit geplant. Das entspräche 15:30 in Deutschland. Als Ticker wird "SPCX" genannt.

Handelsstart kann länger dauern

Vor dem Handelsstart muss die Nasdaq die Aktien zulassen. Erst danach kann es zur ersten Preisfeststellung kommen. Voraussetzung ist also, dass der Börsengang wie geplant durchgeführt wird, der Emissionspreis feststeht und in den USA tatsächlich ein erster Kurs zustande kommt. Das hat an US-Börsen in der Vergangenheit durchaus länger gedauert als hierzulande. Beim Börsengang wird dort ein anderes Verfahren für die Preisermittlung angewandt. Beim chinesischen Internetunternehmen Alibaba dauerte es mehr als zwei Stunden, bis der erste Preis gefunden war. Auch der Facebook-Börsengang verlief turbulent, und bei Snap dauerte es 2017 rund eine Stunde. An der Deutschen Börse wird der erste Preis in der Regel deutlich schneller festgestellt.

Zügig im Handel an Deutsche Börse Xetra und Deutsche Börse Frankfurt

Unabhängig von der jeweiligen persönlichen Einschätzung der Chancen und Risiken eines Investments in SpaceX ist vor allem die dahinterstehende Marktinfrastruktur bemerkenswert: Man muss als hiesige Anlegerin oder hiesiger Anleger nicht zwingend direkt an der Nasdaq handeln. Durch die im Besten Fall taggleiche Einbeziehung kann die SpaceX-Aktie unmittelbar nach dem US-Handelsstart auch auf den beiden Marktplätzen der Deutschen Börse gekauft und verkauft werden. Wer nicht beim IPO selbst zum Zug kommt, hat die Möglichkeit die Aktie grundsätzlich nach der Erstnotiz über den Sekundärmarkt zu kaufen oder zu verkaufen - sofern die Preisfeststellung erfolgt ist und ausreichend Liquidität vorhanden ist.

Taggleiche Einbeziehung erklärt

Bei einer taggleichen Einbeziehung wird eine Aktie, die an ihrem Heimatmarkt erstmals notiert wird, am selben Tag auch in den Handel an den hiesigen Börsen einbezogen. Die Deutsche Börse ermöglicht dann den Handel parallel zum Heimatmarkt.

Als Heimatmarkt gilt die Börse, an der ein Unternehmen sein Erstlisting hat und deren Transparenzregeln es erfüllt. Dort ist üblicherweise auch das Handelsvolumen am größten. Der dort entstehende Kurs dient anderen Handelsplätzen häufig als Referenzpreis.

Viele ausländische Aktien im Angebot

In Frankfurt werden neben deutschen Standardwerten zahlreiche internationale Aktien gehandelt. Viele davon haben ihren Heimatmarkt im Ausland und wurden von Spezialisten in den Handel einbezogen. Diese Werte werden im Quotation Board geführt, das keine zusätzlichen Transparenzpflichten für die Unternehmen mit sich bringt.

Mehr Infos über die Markstruktur der Deutschen Börse

Die Bandbreite reicht von großen US-Technologiewerten bis hin zu kleineren internationalen Unternehmen. Können Originalaktien nicht direkt gehandelt werden, kommen mitunter Depository Receipts, kurz DRs, zum Einsatz. Diese Austauschscheine stehen für hinterlegte Aktien. Einige wenige Unternehmen verfügen zudem über ein duales Listing, sind also an mehreren Börsen direkt notiert. Weitere Information zu Depository Receipts Was beim SpaceX-IPO beachtet werden sollte

Ein Börsengang dieser Größenordnung bekommt viel Aufmerksamkeit. Das heißt aber nicht automatisch, dass der Einstieg einfach oder günstig ist. Gerade bei sehr gefragten IPOs kann der erste Börsenkurs deutlich über dem Emissionspreis liegen. Zudem können die Kurse in den ersten Handelsstunden stark schwanken.

Das bedeutet: Die taggleiche Einbeziehung schafft Zugang zum Handel auf Xetra und in Frankfurt. Sie sagt aber nichts darüber aus, ob die SpaceX-Aktie zum Start fair bewertet ist, wie liquide der Handel tatsächlich sein wird oder ob sich ein Einstieg unmittelbar nach dem Börsendebüt lohnt. Der Referenzpreis entsteht zunächst am Heimatmarkt Nasdaq - und daran orientiert sich auch der Handel an anderen Börsen.

Gerade große und stark beachtete IPOs zeigen, wie unterschiedlich ein Börsendebüt verlaufen kann. Auch bei einem IPO wie dem von SpaceX kann es am ersten Handelstag zu Verzögerungen, starken Schwankungen oder einem Handelsstart kommen, der anders ausfällt als erwartet.

11. Juni 2026, © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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