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"Weiter seitwärts" (Gold) 15.05.2026, 11:52 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die Finanzmärkte bleiben im Spannungsfeld zwischen Nahostkonflikt, Inflationssorgen und Zinserwartungen. Michael Blumenroth sieht Anleger auf neue Impulse aus der internationalen Politik hoffen.

Nahostkonflikt belastet weiterhin Finanzmärkte

15. Mai 2026. FRANKFURT (Xetra-Gold). Zu einem Marathon entwickelt sich der Konflikt im Nahen Osten - trotz der nun knapp fünfwöchigen Waffenruhe. Nur kommt man beim Laufen wenigstens Schritt für Schritt dem Ziel näher, wohingegen Fortschritte in Form einer Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran in den vergangenen Tagen weiterhin in eher winzig kleinen Schritten erfolgten. Aufgrund einer zuletzt wieder verschärften Rhetorik und der deutlichen Ablehnung eines Vorschlagpapiers des Iran durch US-Präsident Donald Trump neigten die Finanzmärkte in den vergangenen Tagen meist dazu, auf risikoavers zu schalten - abzulesen primär an dem kräftigen Anstieg der Ölpreise zum Wochenbeginn.

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Inflationsdaten und Zinserwartungen treiben Anleiherenditen

Sowohl der Ölpreisanstieg als auch die gestern veröffentlichten Daten zur Inflation der Verbraucherpreise in den USA im April, die mit 3,8 Prozent etwas über dem Marktkonsens lag, sorgte für einen erneuten Anstieg der Renditen der Staatsanleihen, sowie ein robusteres Einpreisen potenzieller Leitzinserhöhungen von Notenbanken wie der EZB oder der Bank of England. In der vergangenen Woche hatten bereits die Notenbanken Australiens und Norwegens die Leitzinsen erhöht, bei der EZB könnte dies im Juni auf der Agenda stehen.

Zudem erhielt auch der US-Dollar durch die robusten Verbraucherpreisdaten aus den USA leichten Rückenwind. Kein Wunder also, dass der Goldpreis in seinem Aufwärtsstreben in dieser Woche etwas gebremst wurde.

Gold in US-Dollar weitgehend stabil

Handelten diese am Mittwochmittag vergangener Woche nach einem robusten Tagesanstieg noch bei rund 4.710 US-Doller pro Unze und zum Wochenschluss bei 4.715, ließen sie dieses Niveau auch in den kommenden Tagen nicht aus den Augen. Nach einem Wochentief bei rund 4.640 am Montag (starker Anstieg der Ölpreise) und einem bisherigen Wochenhoch über 4.770 am Dienstag wird Gold bei 4.568 US-Dollar deutlich niedriger gehandelt.

Xetra-Gold mit ähnlicher Kursentwicklung

Der Xetra-Gold-Preis veränderte sich ebenfalls wenig, wobei der zum US-Dollar zeitweise etwas stärkere Euro einen leichten Einfluss auf die Notierungen hatte. legte ebenfalls zu: Während der üblichen Handelszeiten ging es von 128,70 Euro je Gramm am vergangenen Mittwochmittag aufwärts bis auf rund 130,10 am Donnerstagnachmittag. Am Freitag und Montag ging es dann aber wieder retour auf ein Wochentief bei 127,10, wovon es dann aber auch schnell wieder aufwärts ging. Zum Handelsauftakt am Freitag allerding steht der Preis bei 126,00 Euro ebenfalls deutlich niedriger.

Treffen zwischen USA und China

Die Märkte warten gespannt auf das morgige Treffen der Präsidenten der USA und Chinas, Trump und Xi, auch in Anbetracht der Frage, ob dort über eine Lösung für eine nachhaltige Deeskalation im Nahen Osten diskutiert werden könnte.

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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