Anzeige
+++Zwei kanadische Investmentbanken covern diese Aktie: Beide stufen sie mit Buy ein+++
Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
Deutsche Börse-News

Wochenausblick: ,,Ab fünf Prozent Rendite wird es für Aktien 28.09.2026, 11:53 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Technologiewerte haben sich in der abgelaufenen Woche deutlich besser entwickelt als der breite Markt. Zugleich drücken hohe Renditen auf die Bewertungen. Vor dem Start der Q3-Berichtssaison erhält die Entwicklung der Unternehmensgewinne zusätzliches Gewicht.

28. September 2026. FRANKFURT (Deutsche Börse). An den Aktienmärkten verlief die vergangene Woche tendenziell positiv, es gab aber klare regionale Unterschiede.

Der DAX (DE0008469008) und der Stoxx Europe 600 (EU0009658202) legten mit 0,4 Prozent bzw. 0,5 Prozent nur moderat zu.

In den USA hingegen kam der S&P 500 (US78378X1072) auf ein Plus von 1,2 Prozent, der Nasdaq 100 (US6311011026) sogar auf 3,3 Prozent. Zum Start der neuen Woche notiert der DAX mit rund 25.450 Punkten auf einem ähnlichen Stand wie am Freitagabend.

KI-Stimmung dreht erneut

Zur deutlichen Outperformance der Technologiewerte trug der erneute Stimmungswandel gegenüber Künstlicher Intelligenz bei. Zunächst hatten Sicherheitswarnungen aus der Branche vor allem Chipwerte stark belastet. Danach aber sorgten neue KI-Produkte der Facebook-Mutter Meta Platforms für eine deutliche Gegenbewegung. Frank Klumpp von der LBBW verweist in diesem Zusammenhang auf die starke Resonanz auf Metas KI-Agenten Muse. Die Anwendung wurde seit Anfang September mehr als zwei Millionen Mal heruntergeladen. Meta kündigte anschließend mit Muse Charm auch ein ergänzendes Hardwareprodukt an.

Jens Herdack von der Weberbank sieht die operative Grundlage des KI-Trends trotz der Sicherheitsdebatte weiterhin als intakt an. Bereits geplante Investitionen in Rechenzentren stützen aus seiner Sicht die Nachfrage in der Zulieferindustrie. Zugleich rechnet er damit, dass Sicherheitsfragen in den kommenden Wochen häufiger diskutiert werden und die Schwankungen damit hoch bleiben.

Hohe Renditen als Belastungsfaktor

Parallel dazu blieben hohe Energiepreise, Inflationssorgen und steigende Zinserwartungen ein Belastungsfaktor für die Aktienmärkte. Gute Konjunkturdaten werden deshalb aktuell nicht durchgehend positiv aufgenommen. Die LBBW verweist darauf, dass steigende Renditen in einem bereits hohen Renditeumfeld historisch häufiger mit fallenden Aktienkursen einhergingen. Als Gründe nennt Klumpp schlechtere Finanzierungsbedingungen, hartnäckigere Inflationsrisiken und die wachsende Konkurrenz durch Anleihen.

Auch der Blick auf frühere Zinserhöhungsphasen fällt zweigeteilt aus. In allen sieben von der LBBW untersuchten Phasen der vergangenen 40 Jahre legte der S&P 500 über den gesamten Zyklus zu. In den ersten Monaten nach dem Beginn einer Erhöhungsphase tendierten Aktien dagegen meist schwächer. Nach der historischen Auswertung der LBBW gingen steigende Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen oberhalb der Marke von fünf Prozent in der Regel mit sinkenden Aktienkursen einher.

Gewinne bilden den Gegenpol

Auf der Unternehmensseite steht dem zunehmenden Zinsdruck ein kräftiges Gewinnwachstum gegenüber. Andreas Hürkamp von der Commerzbank verweist darauf, dass die Berichtssaison für das dritte Quartal in der zweiten Oktoberwoche Fahrt aufnimmt. Analysten rechnen für die Unternehmen des S&P 500 im dritten Quartal derzeit mit einem Gewinnwachstum von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2026 wurden die Erwartungen seit Jahresbeginn ebenfalls deutlich angehoben. Nach Angaben der Commerzbank stieg die erwartete Gewinnzunahme für den S&P 500 seit Januar von 15,6 auf 33,6 Prozent. Damit liegt sie klar über den entsprechenden Erwartungen für den Euro Stoxx 50 und den DAX.

Saisonal günstiges Schlussquartal

In der laufenden Woche steht zunächst aber der Start des vierten Quartals an. Jörg Scherer von HSBC verweist vor diesem Hintergrund auf die historische Saisonalität des DAX. Seit 1988 konnte der Index im Schlussquartal im Durchschnitt um 6,49 Prozent zulegen. Nur vier der vergangenen 35 Schlussquartale endeten demnach mit Verlusten. Notierte der DAX Ende September bereits mit positiven Vorzeichen, stieg der historische Durchschnitt auf 8,4 Prozent, bei einer Trefferquote von 95 Prozent. Seit Jahresbeginn notiert der Index aktuell knapp 4 Prozent im Plus.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftstermine der Woche

Montag, 28. September

16.00 Uhr. Eurozone: EZB-Präsidentin Christine Lagarde im Europäischen Parlament. Beim geldpolitischen Dialog mit dem Wirtschafts- und Währungsausschuss in Brüssel geht es um die vierteljährliche Bewertung der EZB-Geldpolitik.

Dienstag, 29. September

11.00 Uhr. Eurozone: Wirtschaftsvertrauen. Der Konsens erwartet einen Anstieg von 98,4 auf 98,8 Punkte. Die Volkswirte der Deka sehen darin ein weiteres Signal für die wirtschaftliche Erholung, verweisen aber auf Belastungen der privaten Haushalte durch die höhere Inflation und des Bausektors durch steigende Zinsen.

16.00 Uhr. USA: Verbrauchervertrauen. Analysten rechnen mit einem leichten Anstieg von zuletzt 89,4 Punkten auf gut 90 Punkte.

Mittwoch, 30. September

14.00 Uhr. Deutschland: Verbraucherpreise. Die Helaba prognostiziert einen Preisanstieg um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat und eine Jahresrate von 3,2 Prozent. Höhere Kraftstoffpreise wären demnach der wichtigste Treiber; erstmals seit Ende 2023 läge die Teuerung wieder über 3,0 Prozent.

14.30 Uhr. USA: Preisindex der privaten Konsumausgaben ohne Energie und Nahrungsmittel. Die Analysten der Commerzbank rechnen mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, der Konsens mit 0,3 Prozent. Ein moderates Plus würde die zuletzt gestiegenen Erwartungen weiterer Zinserhöhungen der US-Notenbank etwas dämpfen.

17.45 Uhr. Eurozone: Rede von EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel.

Donnerstag, 1. Oktober

15.30 Uhr. Eurozone: Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Lagarde eröffnet in Frankfurt die Jahreskonferenz des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken.

16.00 Uhr. USA: Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe. Der Konsens stellt sich auf 55,0 Punkte nach 54,6 Punkten ein. Die Deka bleibt mit 54,5 Punkten darunter und verweist auf etwas schwächere regionale Umfragen. Die Commerzbank erwartet dagegen 55,5 Punkte.

Freitag, 2. Oktober

11.00 Uhr. Eurozone: Inflationsdaten. Der Konsens erwartet einen Anstieg der Inflationsrate von 3,2 auf 3,6 Prozent und der Kernrate von 2,4 auf 2,5 Prozent. Die Helaba liegt mit 3,8 beziehungsweise 2,7 Prozent darüber und führt vor allem die gestiegenen Energiepreise an.

14.30 Uhr. USA: Arbeitsmarktdaten. Rund 100.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft werden erwartet. Die LBBW rechnet lediglich mit 40.000. Die Analysten sehen die Arbeitslosenquote zudem bei 4,1 Prozent statt der im Konsens erwarteten 4,2 Prozent; bei den Stundenlöhnen werden jeweils 0,3 Prozent Zuwachs gegenüber dem Vormonat erwartet.

Von Thomas Koch, 28. September 2026, © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer