Deutschland

Erzeugerpreise sinken vor dem Iran-Krieg überraschend stark 20.03.2026, 08:29 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

In Deutschland hat sich der Rückgang der Erzeugerpreise im Februar wegen deutlich niedriger Energiekosten unerwartet beschleunigt. Die Preise, die Hersteller für ihre Waren verlangen, fielen im Jahresvergleich um 3,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran erfolgte am 28. Februar. Darauf folgte ein Preisschub bei Energierohstoffen.

Mit dem Rückgang im Februar sind die Erzeugerpreise bereits den zwölften Monat in Folge gesunken. Analysten waren im Schnitt nur von einem Rückgang um 2,7 Prozent ausgegangen, nach minus 3,0 Prozent im Januar.

Auch im Monatsvergleich gab es eine Überraschung: In dieser Betrachtung fielen die Erzeugerpreise im Februar um 0,5 Prozent, während Analysten im Durchschnitt einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet hatten.

Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte misst die Entwicklung der Preise im Bergbau, im Verarbeitenden Gewerbe sowie in der Energie- und Wasserwirtschaft für Produkte von Herstellern - bevor diese in den Handel kommen. Die Erzeugerpreise wirken sich daher auch auf die Verbraucherpreise aus.

Im Februar wurden die Erzeugerpreise einmal mehr stark von Kosten für Energie beeinflusst. Diese war 12,5 Prozent billiger als ein Jahr zuvor. Den stärksten Einfluss auf die Jahresrate hatten Preisrückgänge bei Erdgas, das 14,3 Prozent günstiger war. Auch elektrischer Strom kostete deutlich weniger, während Fernwärme nur etwas günstiger war. Wegen des Iran-Kriegs ist aber in den kommenden Monaten mit einem Anstieg der Preise zu rechnen.

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