Deutschland verfehlt Zielmarke bei Entwicklungshilfe 09.04.2026, 16:29 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Deutschland hat die internationale Zielmarke für die Entwicklungshilfe im vergangenen Jahr verfehlt. Europas größte Volkswirtschaft gab 0,56 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung für Hilfen an besonders arme Länder aus, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris mitteilte. Im Jahr zuvor waren es 0,67 Prozent, was eine Kürzung um 17,4 Prozent bedeutet. Die Zielmarke liegt bei 0,7 Prozent.

Insgesamt senkten Geberländer der OECD im vergangenen Jahr ihre Beiträge für besonders arme Staaten um 23,1 Prozent auf eine Summe von 174,3 Milliarden US-Dollar (rund 149,2 Milliarden Euro). Wie die OECD nach vorläufigen Daten mitteilte, entfielen 95,7 Prozent des gesamten Rückgangs auf die fünf größten Geberländer USA, Frankreich, Deutschland, Japan und Großbritannien. Da die USA ihre Entwicklungshilfe um mehr als die Hälfte kürzten, wurde Deutschland erstmals zum größten Geberland.

Entwicklungsministerin sieht Deutschland als verlässlichen Partner

Trotz schmerzhafter Einsparungen bleibe Deutschland ein verlässlicher Partner in der Welt, sagte Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD). Insgesamt habe sich die deutsche Entwicklungshilfe 2025 auf rund 26 Milliarden Euro belaufen. Das Geld sei in die Bekämpfung von Armut, Hunger oder Klimawandel geflossen, auch aber in die Versorgung und Unterbringung von Geflüchteten in Deutschland.

Die großen kirchlichen Hilfswerke Caritas international, Diakonie Katastrophenhilfe, Brot für die Welt und Misereor schlugen angesichts des massiven Rückgangs deutscher Entwicklungshilfe Alarm. Gerade in Zeiten zunehmender Krisen und Kriege würden Mittel für humanitäre Hilfe, Wiederaufbau und langfristige Entwicklungszusammenarbeit dringender denn je benötigt. Der Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe, in dem rund 150 deutsche Hilfsorganisationen zusammengeschlossen sind, warf den reichsten Ländern der Welt vor, zunehmend nationalistisch zu handeln und ihre globale Verantwortung zu ignorieren.

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