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Euro gefallen - Lage am fanzösischen Anleihemarkt verschärft sich 07.10.2026, 16:34 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Eurokurs EU0009652759 hat am Mittwoch nachgegeben. Die erneut verschärfte Lage am französischen Anleihemarkt belastete. Am Nachmittag kostete ein Euro 1,1180 US-Dollar. Im frühen Handel hatte der Euro noch deutlich über 1,12 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1177 (Dienstag: 1,1269) US-Dollar fest.

Am Vortag hatte eine Entspannung der Lage am französischen Anleihemarkt den Kurs der Gemeinschaftswährung noch gestützt, nachdem diese am Montag noch bis auf 1,1161 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mai 2025 abgesackt war. Am Mittwoch blieb er nur knapp über diesem Niveau.

Am Mittwochmorgen äußerte sich der Präsident der französischen Zentralbank, Emmanuel Moulin, in einem Gespräch mit "France Inter Radio". Dabei sagte er, dass Frankreich mit Blick auf das Staatsdefizit durchaus in einer Risikozone sei und der Haushaltsplan für 2027 wichtig werde, um die Finanzmärkte zu beruhigen. Zudem sieht er aktuell keinen Grund für ein Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB) mit Blick auf Frankreich. Moulin entscheidet auch im EZB-Rat über die Geldpolitik im Euroraum mit. Die Renditen französischer aber auch Anleihen aus anderen europäischen Ländern legten daraufhin zu.

"Wie schnell auch Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Regierungen auf dem Euro lasten können, haben wir in den letzten Tagen mit den Sorgen um Frankreichs Staatsverschuldung gesehen", schrieb Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank in einem Kommentar. "Wobei der Fokus definitiv mehr auf dem Bondmarkt als auf dem Devisenmarkt liegt. Dennoch kamen bei einigen, die schon in den 2010er-Jahren am Markt waren, Erinnerungen an die Staatsschuldenkrise hoch: Lange Nächte mit Warten auf buchdicke Rettungspakete und teils drastische Euroschwäche."

Industriedaten aus Deutschland bewegten den Devisenmarkt kaum. Die Gesamtproduktion ist im August stärker als erwartet gestiegen. "In den kommenden Monaten könnte sich die Industrieproduktion dank gut gefüllter Auftragsbücher weiter stabilisieren - insbesondere dann, wenn die jüngsten Sonderbelastungen nachlassen", kommentierte Volkswirt Marc Schattenberg von der Deutschen Bank. "Die Bauaktivität dürfte zudem von den staatlichen Infrastrukturinvestitionen profitieren."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84645 (0,84880) britische Pfund, 176,85 (178,15) japanische Yen und 0,9309 (0,9359) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.095 Dollar. Das waren rund 68 Dollar weniger als am Vortag.

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