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Euro gerät erneut unter Druck 31.10.2025, 17:01 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag erneut nachgegeben. Am Nachmittag kostetet die Gemeinschaftswährung 1,1529 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch fast einen halben Cent höher notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1554 (Donnerstag: 1,1550) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8655 (0,8658) Euro

Der Euro geriet am Nachmittag unter Druck und knüpfte an seine Vortagsverluste an. Er kostete so rund ein Cent weniger als zum Wochenstart. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte am Mittwoch die Erwartungen auf eine erneute Leitzinssenkung gedämpft. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte am Donnerstag zwar keine Zinssenkung in Aussicht gestellt, es war aber auch im Gegensatz zur US-Notenbank nicht erwartet worden.

Die am Nachmittag veröffentlichten Zahlen zu den Verbraucherpreisen aus der Eurozone bewegten den Markt kaum. Der Preisauftrieb im Währungsraum hat sich wie erwartet etwas abgeschwächt. Im Oktober stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 2,1 Prozent. Im Vormonat hatte die Rate bei 2,2 Prozent gelegen. Die EZB strebt auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von 2 Prozent an

"Bis zum Ende des Jahres dürfte sich an dieser Seitwärtsbewegung knapp über dem EZB-Ziel wenig ändern", kommentierte Vincent Stamer, Devisenexperte bei der Commerzbank. "Vor dem Hintergrund, dass EZB-Präsidentin Lagarde die Hürden für weitere Zinssenkungen hoch gesetzt hat, spricht die Inflation im vierten Quartal also gegen weitere Zinssenkungen." Die Commerzbank erwartet auch im nächsten Jahr keine Leitzinssenkung mehr.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88160 (0,88010) britische Pfund, 178,14 (178,37) japanische Yen und 0,9287 (0,9281) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) gab nach und kostete zuletzt 4017 Dollar. Das waren etwa 7 Dollar weniger als am Vortag./jsl/he

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