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Euro gibt erneut nach - Powell-Aussagen wirken nach 30.10.2025, 16:47 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag an seine Vortagsverluste angeknüpft. Vor allem Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell wirken nach. Der Euro kostete zuletzt 1,1574 US-Dollar. Am Morgen hatte er noch über 1,16 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1550 (Mittwoch: 1,1636) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8658 (0,8594) Euro.

Die Aussagen von Powell vom Vortag stützten den Dollar. Der US-Notenbankchef dämpfte die Erwartungen: "Eine weitere Senkung des Leitzinses bei der Dezember-Sitzung ist alles andere als sicher", sagte er. Analysten waren hingegen von einer erneuten Lockerung der Geldpolitik zum Jahresende ausgegangen. Powell räumte zudem ein, dass es bei den Gesprächen im geldpolitischen Rat der Fed mit Blick auf die Dezember-Entscheidung "stark unterschiedliche Ansichten" gegeben habe.

Die Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag bewegte den Devisenmarkt hingegen kaum. Die Notenbank lässt den Einlagenzins zum dritten Mal in Folge unverändert. Volkswirte hatten dies erwartet. Notenbankchefin Christine Lagarde stellte auch keine Leitzinssenkung in Aussicht. Die EZB sei "gut positioniert", sagte sie.

"Ob es noch zu einer weiteren Zinssenkung kommen wird, ist im Augenblick Kaffeesatzleserei", kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. "Dazu müsste es nochmals einen Konjunktureinbruch oder Anzeichen einer Kreditklemme geben." Beides sei derzeit nicht feststellbar. Insofern sei die EZB "auf einem gemütlichen Kurs Richtung Jahresende".

Die Wirtschaft der Eurozone ist im Sommer unterdessen etwas stärker als erwartet gewachsen. In den 20 Ländern des Währungsraums habe die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zugelegt. Volkswirte hatten nur 0,1 Prozent erwartet. Gestützt wurde die Entwicklung durch das Wachstum in Frankreich und Spanien. In Deutschland und Italien stagnierte die Wirtschaft hingegen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8801 (0,8807) britische Pfund, 178,37 (177,07) japanische Yen und 0,9281 (0,9278) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) legte deutlich zu und kostete zuletzt 3.998 Dollar. Das waren etwa 69 Dollar mehr als am Vortag./jsl/jha/

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