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Euro gibt etwas nach 09.10.2026, 17:06 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Eurokurs EU0009652759 hat am Freitag etwas nachgegeben. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1197 US-Dollar. Am Morgen war der Euro noch bis auf 1,1243 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1206 (Donnerstag: 1,1186) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8923 (0,8939) Euro.

Der Euro war zuletzt wegen der angespannten Lage am französischen Anleihemarkt unter Druck geraten. Sorgen um die Schuldentragfähigkeit und die politische Stabilität wirkten sich auch auf die anderen Eurostaaten aus. Am Montag war der Euro noch bis auf 1,1161 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit Mai 2025. Zuletzt entspannte sich die Lage etwas. Allerdings ist eine nachhaltige Trendwende angesichts der bestehenden Probleme in Frankreich laut Volkswirten nicht in Sicht.

"Die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen haben indes leicht nachgelassen", schreiben die Experten der Helaba. Für die EZB werde ein zusätzlicher Zinsschritt bis zum Jahresende nicht mehr vollständig eingepreist. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane hatte am Donnerstag gesagt, dass man bei der Zinspolitik "maßvoll" vorgehen wolle. Dies könnte den Euro belasten, allerdings sind auch die Erwartungen für Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank zuletzt etwas gesunken.

Eher enttäuschend ausgefallene Zahlen zum Konsumklima der Universität von Michigan bewegten den Devisenmarkt kaum. Die Stimmung der Verbraucher in den USA hat sich im Oktober, belastet durch die hohe Inflation, stärker als erwartet eingetrübt. "Insgesamt ist die Stimmung bei Verbrauchern mit geringerem Einkommen und solchen mit kleineren Aktienportfolios in diesem Monat stark gesunken - also bei Gruppen, die über weniger Ressourcen verfügen, um Preissteigerungen abzufedern", so Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. "Die Frustration über die Lebenshaltungskosten nimmt weiter zu, da Verbraucher aller politischen Lager davon ausgehen, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung seit Jahresbeginn abgeschwächt hat."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84763 (0,84698) britische Pfund, 177,34 (177,05) japanische Yen und 0,9313 (0,9326) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.184 Dollar. Das waren rund 51 Dollar mehr als am Vortag.

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