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Euro gibt nach - Deutsche Inflation niedriger als erwartet 30.10.2026, 16:54 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Kurs des Euro EU0009652759 hat am Freitag nachgegeben. Am Nachmittag wurden für die Europäische Gemeinschaftswährung 1,1147 US-Dollar bezahlt. Am Vormittag hatte der Euro noch über 1,12 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1172 (Donnerstag: 1,1130) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8950 (0,8984) Euro.

Etwas belastet wurde der Euro am frühen Nachmittag durch Verbraucherpreisdaten aus Deutschland, wo die Inflationsrate im Oktober stärker gesunken war als erwartet. "Dass die Inflation unter die Marke von 3 Prozent fällt, liegt vor allem am Tankrabatt", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Doch für eine Entwarnung sei es zu früh. Die massiv gestiegenen Energiepreise dürften schrittweise andere Güter und Dienstleistungen verteuern.

Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-Bank zeigt sich hingegen zuversichtlicher für dei weitere Preisentwicklung: "Für die EZB werden die heutigen deutschen Inflationsdaten die "Tauben" bestärken, da die Zahlen zeigen, dass noch immer keine indirekten oder Zweitrundeneffekte in Sicht sind", heißt es in einem Kommentar. "Bleibt diese Situation unverändert, ist selbst eine Zinserhöhung im Dezember möglicherweise noch nicht beschlossene Sache."

Eine ausbleibende Leitzinserhöhung würde tendenziell den Euro belasten. Die EZB hatte am Donnerstag den Leitzins nicht angetastet. Allerdings gehen viele Ökonomen weiterhin von einer Erhöhung im Dezember aus. Zudem wurden auch Verbraucherpreisdaten aus den anderen großen Euro-Staaten veröffentlicht. Besonders deutlich stieg die Inflationsrate in Italien.

Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone hat sich im dritten Quartal unter anderem wegen eines Konjunkturdämpfers in Frankreich abgeschwächt. Der Rückgang war aber weniger stark als erwartet. Positiv überrascht hat das Wirtschaftswachstum aus Deutschland.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83380 (0,83578) britische Pfund, 175,68 (175,92) japanische Yen und 0,9194 (0,9222) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 3.904 Dollar. Das waren rund 116 Dollar weniger als am Vortag.

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