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Euro gibt zum Dollar nach - EZB-Zinserhöhung bewegt kaum 11.06.2026, 17:04 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Kurs des Euro EU0009652759 hat am Donnerstag nachgegeben. Die Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) bewegte kaum. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,1515 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch höher notiert. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1537 (Mittwoch: 1,1539) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8667 (0,8666) Euro.

Mit der ersten Zinserhöhung seit fast drei Jahren stemmt sich die EZB gegen den Inflationsschub infolge des Iran-Kriegs. Die Notenbank erhöhte den Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent. Die Entscheidung war an den Finanzmärkten erwartet worden.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde sieht weitere Aufwärtsrisiken für die Inflation. Ökonomen erwarten überwiegend eine weitere Leitzinserhöhung. "Selbst wenn die Blockade der Straße von Hormus in naher Zukunft beendet würde, wäre ein weiterer Leitzinsschritt im Lauf des Jahres noch angeraten", kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. "Das sollte es aber dann auch gewesen sein."

Etwas gestützt wurde der Dollar durch die erneute Zuspitzung der Lage im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump hat mit der Übernahme der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg gedroht. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werde man die Insel und andere Öl-Infrastrukturpunkte übernehmen und die "vollständige Kontrolle" über Irans Öl- und Gasmärkte erlangen, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Trump kündigte zugleich schwere Angriffe auf den Iran für die Nacht an. Die Auswirkungen auf die Ölpreise und damit auch auf die Finanzmärkte hielten sich in Grenzen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86330 (0,86228) britische Pfund, 185,21 (185,19) japanische Yen und 0,9221 (0,9222) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.075 Dollar. Das waren zwei Dollar mehr als am Vortag.

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