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Euro profitiert von schwachem US-Arbeitsmarktbericht 05.09.2025, 21:04 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag sichtbar von einem schwachen US-Arbeitsmarktbericht profitiert. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1717 US-Dollar, nachdem sie mit 1,1760 Dollar zeitweise ein Hoch seit Ende Juli erreicht hatte. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1697 (Donnerstag: 1,1647) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8549 (0,8585) Euro gekostet.

Die weltgrößte Volkswirtschaft hatte im August erneut weniger Arbeitsplätze als erwartet geschaffen. Zudem wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten nach unten revidiert. Angesichts der schwachen Daten dürfte einer Leitzinssenkung durch die US-Notenbank Fed Mitte September kaum noch etwas im Wege stehen. Sinkende Zinsen schmälern tendenziell die Attraktivität einer Währung als Anlage.

Auch eine schwache heimische Wirtschaft belastet den Wert einer Währung. Börsenexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners verwies darauf, dass der revidierte Wert für die Beschäftigung im Juni nun unterhalb der Nulllinie liege und damit der einzige Negativwert in der Post-Covid-Ära sei.

"Eine derart deutliche Verlangsamung des Stellenaufbaus findet üblicherweise nur im Vorfeld einer Rezession statt", kommentierte Christoph Balz, Analyst bei der Commerzbank. "Dies wird die Sorgen bei der Fed erhöhen, dass sie zu lange gewartet hat und daher jetzt schneller agieren muss." Bisher gehen die Marktteilnehmer noch davon aus, dass die Fed am 17. September ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte senken wird. Es wäre die erste Senkung im laufenden Jahr.

Konjunkturdaten aus Deutschland sorgten unterdessen eher für Ernüchterung. Industriebetriebe in Deutschland haben im Juli überraschend einen weiteren Auftragsdämpfer erhalten. Im Monatsvergleich gingen die Bestellungen um 2,9 Prozent zurück. Analysten wurden von der Schwäche überrascht. Sie hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang den Angaben zufolge aber höher als im Vormonat./jsl/nas/gl/nas

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