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Devisen

Eurokurs bleibt angeschlagen - Hält sich aber über 1,12 US-Dollar 06.10.2026, 08:21 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Euro EU0009652759 bleibt angezählt. Am Dienstagmorgen wurde die europäische Gemeinschaftswährung zu 1,1206 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Zum Wochenstart war der Kurs zunächst allerdings noch bis auf 1,1161 Dollar gefallen und damit auf ein Tief seit Mai 2025, bevor eine Stabilisierung einsetzte. Vor allem die Staatsschulden Frankreichs waren jüngst in den Fokus gerückt.

Gleichwohl gibt Devisenexperte Volkmar Baur von der Commerzbank zu bedenken, dass der Kurs tags zuvor zwar unter die Marke von 1,12 Dollar gerutscht sei, sich die Nervosität an den Märkten mit Blick auf die laufende Verzinsung französischer Staatsanleihen allerdings etwas beruhigt habe. "Und zugegeben, der Großteil der gestrigen Euro-Schwäche fand auch bereits vor dem europäischen Marktstart statt. Der Euro kam vornehmlich im asiatischen Handel unter Druck."

Da die heute anstehenden Konjunkturdaten aus der Eurozone - deutsche Auftragseingänge, französische Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze aus der Eurozone - normalerweise wenig bewegten, könnten Impulse für französische Staatsanleihen und damit auch für den Euro eher aus der politischen Richtung kommen, so der Commerzbank-Experte.

"Nachdem Marine Le Pen vor ein paar Tagen ankündigte, im Falle eines Wahlsiegs eine Art Schuldenbremse einführen zu wollen, wurden für heute weitere Details zu diesem Plan angekündigt", schreibt Baur. Dieser Vorschlag sei bereits ein paar Tage alt und dennoch seien die laufende Verzinsung französischer Staatsanleihen und der Zinsunterschied zu deutschen Staatsanleihen stark gestiegen, weshalb es heute auf die Details des Plans ankomme. "Wie genau plant Marine Le Pen, diesen Vorschlag zur Abstimmung kommen zu lassen, und wie vereinbar (und realistisch) ist dieser Plan mit ihren sonstigen Wahlversprechen?"

Frankreichs führende Rechtsnationale Le Pen will bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Frühjahr Staatschefin werden. In den Umfragen lag sie zuletzt deutlich vor den anderen Kandidaten und hat gute Chancen, in die Stichwahl zu kommen.

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