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Eurokurs etwas gefallen - Brasilianischer Real unter Druck. 26.10.2026, 16:37 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Kurs des Euro EU0009652759 hat am Montag etwas nachgegeben. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1183 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte sie noch etwas mehr gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1188 (Freitag: 1,1193) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8938 (0,8934) Euro.

In der Nacht war der Euro noch etwas gestützt worden. Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit von Frankreich am Freitagabend unerwartet bestätigt. Die Bonitätsnote bleibe unverändert bei "Aa3". Am Markt war wegen der angespannten Haushaltslage und der jüngsten gewaltsamen Proteste gegen eine geplante Sparpolitik damit gerechnet worden, dass Moody's den beiden anderen wichtigen Ratingagenturen S&P und Fitch folgt und die Kreditbewertung ebenfalls senkt. Mittelfristig ändert die Rating-Entscheidung laut Analysten der Dekabank aber wenig: Der Haushalt in Frankreich werde weiter verhandelt, "womit die EZB-Pressekonferenz am Donnerstag der nächste relevante Treiber sein wird." Der Euro gab im Tagesverlauf daher auch wieder nach.

Konjunkturdaten aus Deutschland stützten den Euro nicht. Das Ifo-Geschäftsklima hat sich im Oktober trotz gestiegener Energiepreise verbessert. Ökonomen hatten mit einer Stagnation gerechnet. "Der ifo-Geschäftsklimaindex macht Hoffnung, dass sich die Konjunkturerholung im kommenden Jahr fortsetzen wird", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. "Die gute Auftragssituation und die jetzt auch sichtbaren Effekte des Infrastrukturprogramms der deutschen Bundesregierung hellen die Unternehmensstimmung spürbar im Verarbeitenden Gewerbe auf."

Zu allen Währungen stark unter Druck geraten ist der brasilianische Real. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat nach einem Rückstand in der ersten Runde und einer überraschenden Aufholjagd die Stichwahl in Brasilien gewonnen. An den Finanzmärkten hatten hingegen viele auf den Wahlsieg seines rechten Herausforderers Jair Bolsonaro gehofft. Bolsonaro will das Wahlergebnis nicht anerkennen, was zu Unruhen führen könnte. Anleger hatten gehofft, dass Bolsonaro die Staatsausgaben deutlich kürzt, um den Haushalt zu sanieren. Zudem setzten Investoren darauf, dass der rechte Kandidat mit Deregulierungen, Privatisierungen und erheblichen Steuersenkungen die Wirtschaft ankurbelt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83820 (0,83728) britische Pfund, 176,15 (175,51) japanische Yen und 0,9243 (0,9227) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 3.596 Dollar. Das waren rund 29 Dollar mehr als am Freitag.

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