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Eurokurs gibt etwas nach - Türkische Lira beschleunigt Talfahrt 26.05.2026, 09:30 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Kurs des Euro EU0009652759 ist am Dienstag leicht gesunken. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1631 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1643 Dollar festgesetzt.

Damit konnte der Euro die Kursgewinne vom Wochenbeginn nahezu halten. Am Montag hatte die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs durch eine Verhandlungslösung für eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten gesorgt, von der auch der Euro profitieren konnte.

Zuletzt haben aber neue US-Angriffe gegen Ziele im Iran die Hoffnung auf ein Ende des Kriegs gedämpft. Zudem hat US-Außenminister Marco Rubio am Dienstag Reportern in Indien gesagt, dass die Verhandlungen noch "einige Tage in Anspruch nehmen" könnten. Derzeit würden beide Seiten über den Wortlaut eines ersten Dokuments beraten.

Aber selbst wenn bei einer Verhandlungslösung die Straße von Hormus wieder zeitnah geöffnet werden sollte, sei der Schaden bereits erfolgt, warnte Analystin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. Mittlerweile sind die Energiepreise fast drei Monate auf deutlich erhöhtem Niveau. "Neben den Zentralbankreaktionen ist daher auch wichtig, wie stark die Inflationseffekte in den verschiedenen Währungsräumen ausfallen", sagte die Expertin.

Unterdessen hat sich die Talfahrt der türkischen Lira am Dienstag beschleunigt. Am Morgen erreichte die Währung im Handel mit dem US-Dollar ein Rekordtief. Mittlerweile müssen knapp 46 Lira für einen Dollar gezahlt werden und damit so viel wie noch nie. Im Handel mit dem Euro wurde mit 53,40 Lira für einen Euro nur knapp ein Rekordtief verfehlt. Am Devisenmarkt haben Anleger auch die politische Entwicklung in der Türkei im Blick. Nach der Absetzung des türkischen Oppositionsführers Özgür Özel sind weitere Menschen festgenommen worden, darunter ein Bürgermeister.

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