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Devisen

Iran-Krieg treibt Dollar an - Sicherer Hafen Schweizer Franken 02.03.2026, 10:33 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Iran-Krieg hat die Nachfrage nach dem US-Dollar zum Wochenstart angetrieben. Der Kurs des Euro geriet im Gegenzug unter Druck. Am Montagvormittag mussten für die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1703 Dollar gezahlt werden und damit über einen Cent weniger als vor dem Wochenende.

Die USA und Israel hatten den Iran am Samstag angegriffen und dabei auch das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet. Mittlerweile weitet sich der Krieg immer weiter aus. Die libanesische Hisbollah-Miliz feuerte in der Nacht Raketen auf Israel ab und greift damit an der Seite Teherans in den Kampf ein. Die USA und Israel setzen ihre Angriffe im Iran indes fort - auch die Gegenangriffe Teherans auf Israel und Golfstaaten gingen weiter.

"Zunächst einmal profitiert der US-Dollar in Kriegssituationen in der Regel, da er die Weltleitwährung ist", schrieb Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank in ihrem Morgenkommentar. "Soll heißen: Ein erheblicher Teil der grenzüberschreitenden Kredite und Anleihen sind in US-Dollar denominiert. Um Zahlungsfähigkeit für den Fall der Fälle sicherzustellen, steigt die Nachfrage nach der US-Währung in unsicheren Zeiten daher."

Zudem dürfte sich die US-Wirtschaft gegenüber einem möglichen Ölpreisschock als widerstandsfähiger erweisen als die Wirtschaft im Euroraum. Dies gelte nicht zuletzt, weil die Eurozone ein Netto-Ölimporteur sei, sagte die Commerzbank-Expertin. Daher könnte die US-Notenbank auf die inflationären Folgen eines Ölpreisanstiegs mit kräftigeren Zinserhöhungen reagieren als die Europäische Zentralbank, die dann mehr Rücksicht auf eine schwächelnde Konjunktur nehmen müsste. Vieles hänge daher nun von der Dauer des Krieges und des Anstiegs der Ölpreise ab.

"Der ultimative sichere Hafen unter den Währungen ist aktuell jedoch nicht der US-Dollar, sondern, wie schon im vergangenen Jahr gesehen, der Schweizer Franken", so Nguyen weiter. Das liege weniger an fundamentalen Faktoren, sondern eher daran, dass der Franken diesen Status ohnehin schon habe. Zudem habe die Schweizerische Nationalbank nur noch begrenzte Mittel, den Franken zu schwächen. "Der Leitzins ist bereits bei null, Devisenmarktinterventionen dürften nur dosiert eingesetzt werden. Bei einer Eskalation der Krise in Nahost wäre daher mit weiterer Franken-Stärke zu rechnen." Zuletzt notierte der Euro zu 0,9057 Franken./mis/jkr/stw

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