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dpa-AFX Überblick

KONJUNKTUR vom 01.05.2026 - 17.00 Uhr 01.05.2026, 17:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

USA: ISM-Industriestimmung stagniert überraschend

TEMPE - Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im April überraschend nicht verändert. Der Einkaufsmanagerindex ISM verharrte auf 52,7 Punkten, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Freitag in Tempe mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 53,2 Punkte gerechnet. Der ISM-Index bleibt weiter klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies signalisiert eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität.

Großbritannien: Stimmung in der Industrie steigt auch höchsten Stand seit 2022

LONDON - Die Stimmung in den Industriebetrieben Großbritanniens hat sich im April stärker als erwartet verbessert und dank einer Auffüllung von Lagerbeständen den besten Wert seit fast vier Jahren erreicht. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global stieg im Vergleich zum Vormonat um 2,7 Punkte auf 53,7 Punkte, wie S&P am Freitag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Erhebung mit einem Wert von 53,6 Punkten wurde geringfügig nach oben revidiert.

Japan: Inflation im Großraum Tokio sinkt weiter trotz Ölpreisschock

TOKIO - In Japan ist die Inflation im Großraum Tokio trotz des Ölpreisschubs infolge des Iran-Kriegs den fünften Monat in Folge gesunken. Im April legten die Verbraucherpreise in der Hauptstadt ohne Frischwaren im Jahresvergleich um 1,5 Prozent zu, wie die Regierung am Freitag in Tokio mitteilte. Im März hatte die Jahresrate bei 1,7 Prozent gelegen. Seit November hat sich die Teuerung abgeschwächt, nachdem damals ein Wert von 2,8 Prozent gemeldet worden war.

Bericht: Japan interveniert mit hohen Beträgen am Devisenmarkt

NEW YORK - Japan hat nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg für eine Devisenintervention zur Stützung der heimischen Währung wohl umgerechnet mehr als 29 Milliarden Euro eingesetzt. Eine am Freitag veröffentlichte Analyse ergibt, dass das Ausmaß der ersten Intervention zur Stützung des Yen seit Sommer 2024 vermutlich bei rund 5,4 Billionen Yen (etwa 29,4 Milliarden Euro) gelegen habe.

Bundesbankpräsident fordert EZB-Zinserhöhung im Juni

FRANKFURT - Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat sich für eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni ausgesprochen. "Aus heutiger Sicht entwickelt sich die Lage weniger günstig als im vorherigen Basisszenario", wird Nagel am Freitag in einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert. Es sei daher umso angemessener für den EZB-Rat, im Juni zu reagieren, falls sich die Aussichten nicht deutlich verbessern.

ROUNDUP: EU startet riesige Freihandelszone mit Mercosur-Staaten

BRÜSSEL - Die EU und die südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay bilden seit diesem Freitag eine riesige neue Freihandelszone. Um Mitternacht trat ein dafür ausgehandeltes Abkommen vorläufig in Kraft. Es soll durch den schrittweisen Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen den Austausch von Waren und Dienstleistungen ankurbeln. In Deutschland werden langfristig etwa große Chancen für die Autoindustrie, den Maschinenbau und die Pharmabranche gesehen.

ROUNDUP 2: Gewerkschaften kündigen Widerstand gegen Sozialkürzungen an

NÜRNBERG/BERLIN - Die Gewerkschaften haben zum Tag der Arbeit harten Widerstand gegen mögliche Einschnitte bei Rente, Gesundheitsversorgung und Sozialleistungen angekündigt. "Wenn man uns angreift, dann wehren wir uns", sagte die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, bei der zentralen Mai-Kundgebung in Nürnberg. Mit der Kraft und der Energie der Beschäftigten werde es gelingen, "dass wir das Bollwerk bleiben gegen Rückfälle in die Anfangszeiten des Kapitalismus".

Ökonom: Sprit-Steuersenkung hilft kurz und schadet länger

BERLIN - Seit Mitternacht gelten in Deutschland niedrigere Steuern auf Benzin und Diesel. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hält das für "die falsche Maßnahme". Die zweimonatige Steuersenkung werde die Autofahrer bestenfalls kurzzeitig entlasten und anschließend die Preisspirale für Öl und Gas nach oben treiben, sagte der Chefökonom des Instituts, Ottmar Edenhofer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jkr

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