dpa-AFX Überblick

KONJUNKTUR vom 04.06.2026 - 17.00 Uhr 04.06.2026, 17:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

ROUNDUP 2: Hisbollah lehnt Bedingungen zur Waffenruhe mit Israel ab

BEIRUT - Die Hisbollah im Libanon lehnt die jüngst getroffenen Bedingungen für eine Waffenruhe mit Israel ab. "Das angekündigte Abkommen ist ein Fahrplan zur Zerstörung eines Teils des libanesischen Volkes und zur Unterwerfung des übrigen Teils", hieß es in einer im Fernsehen verlesenen Erklärung von Hisbollah-Chef Naim Kassim.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe legen deutlich zu

WASHINGTON - In den USA haben überraschend viele Menschen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Die Hilfsanträge legten in der vergangenen Woche um 13.000 auf 225.000 zu, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit 215.000 Anträgen gerechnet.

Eurozone: Umsätze im Einzelhandel sinken stärker als erwartet

LUXEMBURG - In der Eurozone sind die Einzelhandelsumsätze im April stärker als erwartet gefallen. Die Erlöse sanken im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Rückgang um 0,3 Prozent erwartet. Ausschlaggebend war ein deutlicher Umsatzrückgang an den Tankstellen infolge eines kräftigen Anstiegs der Preise für Benzin und Diesel nach dem Ölpreisschubs zu Beginn des Iran-Kriegs.

Inflation bleibt in der Schweiz im Mai auf erhöhtem Niveau

NEUENBURG - Der Iran-Krieg hat die Inflation in der Schweiz im Mai auf erhöhtem Niveau gehalten. Konkret stieg die Jahresinflation im Mai um 0,6 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Damit blieb die Teuerung auf dem Niveau vom April. Ökonomen hatten im Schnitt mit einer etwas höheren Inflation von 0,7 Prozent gerechnet.

Schweiz: Arbeitslosenquote verharrt im Mai bei 3 Prozent

BERN - In der Schweiz ist die Arbeitslosigkeit im Mai nur leicht zurückgegangen. Bei den Arbeitsämtern waren etwas weniger Menschen als arbeitslos registriert gewesen, die Arbeitslosenquote verblieb derweil auf dem April-Niveau. In den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren Ende Mai insgesamt 140.275 Personen als arbeitslos registriert, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag bekanntgab. Das waren 2.627 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote verblieb bei 3,0 Prozent. Einen leichten Anstieg um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent verzeichnete hingegen die um saisonale Faktoren bereinigte Arbeitslosenquote.

Drohnenangriffe: Russland räumt Rückgang bei Ölförderung ein

ST. PETERSBURG - Nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie hat Moskaus Regierung einen Rückgang der vereinbarten Ölfördermengen eingeräumt. "Jetzt ist die Förderung tatsächlich etwas niedriger als zu Beginn des Jahres", sagte der russische Vizeregierungschef Alexander Nowak beim St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum (SPIEF). "Das rührt daher, dass bei uns einige Ölförderbetriebe unplanmäßige Reparaturen durchlaufen", erklärte er. Den Grund für diese Reparaturen nannte er aber nicht.

Prognose: Immer mehr Flüssigerdgas-Transporte nach Europa

DÜSSELDORF - Flüssigerdgas wird nach Einschätzung von Energieexperten schon in wenigen Jahren mehr als die Hälfte des Gasaufkommens in den großen Gasmärkten Europas ausmachen. "Der Anteil von Flüssiggas im Gasmix von West- und Zentraleuropa steigt nach unseren Prognosen von 44 Prozent im vergangenen Jahr auf 47 Prozent im Jahr 2027", sagte Gasmarktexperte Andreas Schröder vom Analysehaus ICIS der Deutschen Presse-Agentur dpa. Für 2029 werde dann ein Anteil von 52 Prozent erwartet.

DZ Bank: Deutsche sparen weniger

FRANKFURT - Trotz zahlreicher Unsicherheiten in der Weltwirtschaft legen die deutschen Haushalte im laufenden Jahr weniger Geld zurück als zuvor. Laut einer Prognose der genossenschaftlichen DZ Bank dürfte die Sparquote im laufenden Jahr auf 10,2 Prozent des verfügbaren Einkommens zurückgehen, nach 10,3 Prozent im Vorjahr und 11,2 Prozent im Rekordjahr 2024. Üblicherweise steigt die Sparquote in Krisenzeiten, weil die Menschen ihr Geld zusammenhalten.

Steuerreform: DIW bekräftigt Forderung nach Vermögensteuer

BERLIN - DIW-Präsident Marcel Fratzscher bekräftigt in der Debatte um die Gegenfinanzierung einer Einkommensteuer-Reform die Forderung nach Einführung einer Vermögensteuer. Fratzscher sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Eine Vermögensteuer von zwei Prozent auf große Vermögen würde dem deutschen Staat knapp 42 Milliarden Euro an zusätzlichen Einnahmen verschaffen. Dies würde der Bundesregierung den Spielraum geben, die Steuern sowohl auf Arbeitseinkommen als auch für Unternehmen zu senken und damit einen wichtigen wirtschaftlichen Impuls zu setzen."

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jkr

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