dpa-AFX Überblick

KONJUNKTUR vom 10.06.2026 - 17.00 Uhr 10.06.2026, 17:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

ROUNDUP: US-Inflation steigt erstmals seit drei Jahren über vier Prozent

WASHINGTON - Die Folgen des Iran-Kriegs haben die Inflation in den USA weiter angeheizt und die Teuerung erstmals seit drei Jahren über vier Prozent getrieben. Im Mai sind die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 4,2 Prozent gestiegen, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten dies im Schnitt erwartet. Damit legte die Inflation den zweiten Monat in Folge deutlich zu und stieg weiter über das von der US-Notenbank Fed angestrebte Ziel von zwei Prozent. Ökonomen gehen davon aus, dass die US-Inflation mit dem Preissprung ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat.

ROUNDUP/Nach gegenseitigen Angriffen: Trump droht dem Iran erneut

WASHINGTON - Nach gegenseitigen Angriffen hat US-Präsident Donald Trump dem Iran erneut gedroht. "Sie haben zu lange gebraucht, um einen für sie großartigen Deal auszuhandeln, jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen!", schrieb Trump am Nachmittag auf seiner Plattform Truth Social mit Blick auf die sich seit Wochen hinziehenden Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zwischen den beiden Ländern. Welche Konsequenzen Trump genau meint, blieb dabei offen.

ROUNDUP: Für die Koalition beginnen entscheidende Wochen

BERLIN - Es ist die bisher schwierigste und wichtigste Bewährungsprobe für die schwarz-rote Koalition: Mit dem Spitzentreffen von Union und SPD mit Arbeitgebern und Gewerkschaften im Kanzleramt beginnt am Abend die entscheidende Phase auf dem Weg zu einem umfassenden Reformpaket. Am 1. Juli kommt der Koalitionsausschuss zusammen, um die Eckpunkte dafür zu beschließen.

1,15 Millionen offene Stellen in Deutschland im ersten Quartal

NÜRNBERG - Obwohl die Arbeitslosigkeit in Deutschland seit Jahren größer wird, waren im ersten Quartal bundesweit mehr als eine Million Arbeitsplätze unbesetzt. Das geht aus der jüngsten Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hervor.

Iran: 20.000 Bewohner nach US-Angriff ohne Wasserversorgung

TEHERAN - Nach den nächtlichen US-Angriffen und Zerstörung ziviler Infrastruktur sind iranischen Angaben zufolge Tausende Bewohner an der Südküste ohne Wasser. Die Trinkwasserversorgung der Stadt Kuhestak in der Provinz Hormusgan sowie von zehn weiteren Dörfern sei vollständig unterbrochen, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf einen Behördenvertreter.

China: Inflation bleibt stabil - Erzeugerpreise steigen deutlich

PEKING - In China ist die Inflation im Mai überraschend nicht weiter gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im Jahresvergleich wie schon im Vormonat um 1,2 Prozent zu, wie das Statistikamt am Mittwoch in Peking mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg der Jahresrate auf 1,3 gerechnet. Zu Beginn des Jahres hatte die Inflation nur bei 0,2 Prozent gelegen, bevor unter anderem steigende Kraftstoffpreise infolge des Iran-Kriegs für eine stärkere Teuerung sorgten.

Deutschland: Anteil von Wärmepumpen in Neubauten verdoppelt sich

WIESBADEN - Ein immer größerer Teil der neuen Wohngebäude in Deutschland wird mit Wärmepumpen beheizt. Knapp drei Viertel (73,6 Prozent) der rund 58.900 Wohngebäude, die 2025 fertiggestellt wurden, nutzen hauptsächlich Wärmepumpen für Heizenergie, teilte das Statistische Bundesamt mit.

AOK warnt vor Abstrichen am Sparpaket

BERLIN/HANNOVER - Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) warnen vor einem Aufweichen des Sparpakets bei den Gesundheitsausgaben unter dem Druck von Branchenprotesten. "Alle wettern seit Wochen gegen das Gesetz", sagte die Chefin des AOK-Bundesverbands, Carola Reimann. "Mit Schreckensszenarien von Klinikinsolvenzen, Terminverknappung, Versorgungsverschlechterung und Investitionskürzungen werden lauter Sonderrechte und Ausnahmen von den Sparmaßnahmen gefordert." Alternativvorschläge zur Kostensenkung seien dagegen nicht zu hören.

EU-Kommission: Etat für 2027 im Zeichen von Verteidigung

BRÜSSEL - Die EU-Kommission will im kommenden Jahr mehr Geld aus dem EU-Gemeinschaftshaushalt in Aufrüstung stecken. Mehr als drei Milliarden Euro sollen nach Willen der Brüsseler Behörde im kommenden Jahr für den Bereich Sicherheit und Verteidigung bereitgestellt werden, wie aus ihrem Haushaltsvorschlag hervorgeht. Außerdem soll die Wettbewerbsfähigkeit der Staatengemeinschaft im Fokus stehen: Fast 22 Milliarden Euro sollen demnach in die Bereiche Binnenmarkt, Innovation und Digitales fließen. Auch die Ukraine soll umfangreich unterstützt werden.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

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