dpa-AFX Überblick

KONJUNKTUR vom 12.01.2026 - 17.00 Uhr 12.01.2026, 17:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

ROUNDUP 2/Drohende Anklage: Fed-Chef Powell spricht von Einschüchterungsversuch

WASHINGTON - Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank spitzt sich weiter zu: Jerome Powell hat strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve (Fed) zurückgewiesen. "Die Drohung mit einer Anklage ist eine Folge davon, dass die Federal Reserve die Zinssätze nach bestem Wissen und Gewissen im öffentlichen Interesse festlegt und nicht den Präferenzen des Präsidenten folgt", sagte Powell. Er werde sein Amt weiter "integer und im Dienste des amerikanischen Volkes ausführen".

ROUNDUP: Europa sucht Ausweg aus Grönland-Konflikt - Trump unbeirrt

WASHINGTON/AHMEDABAD/REYKJAVIK - Europa sucht einen Ausweg aus dem Konflikt um Grönland - aber US-Präsident Donald Trump blockt ab. Von seinem Besitzanspruch auf die Insel lässt er sich auch durch Vorstöße von Nato-Staaten für einen Ausbau der Bündnispräsenz in der Arktis nicht abbringen. An Bord der Air Force One konfrontierte eine Journalistin Trump damit, dass Großbritannien und Deutschland darüber diskutieren, wie die Nato die Arktis besser schützen könnte. Das ändere nichts an seiner Einschätzung, sagte der US-Präsident.

Eurozone: Sentix-Konjunkturindex steigt weiter

LIMBURG - In der Eurozone hat sich die Bewertung der konjunkturellen Entwicklung durch Finanzmarktexperten erneut verbessert. Der vom Analyseinstitut Sentix erhobene Konjunkturindikator stieg im Januar um 4,4 Punkte auf minus 1,8 Punkte, wie Sentix am Montag in Limburg mitteilte. Die ist der beste Wert seit dem vergangenen Juli und deutlich besser als von Analysten gedacht. Diese hatten eine leichte Verbesserung auf minus 5,0 Punkte erwartet.

Zollstreit: EU macht E-Auto-Exporteuren in China Angebot - Mindestpreise

BRÜSSEL/PEKING - Mindestpreise statt Zollaufschläge: Die EU zeigt in China produzierenden Elektroautoherstellern Wege zur Vermeidung der 2024 eingeführten Zusatzzölle auf. Unternehmen können sich nach einer neuen Leitlinie verpflichten, für in die Europäische Union exportierte Fahrzeuge Mindestpreise festzusetzen, um sich die Preisaufschläge zu ersparen. Zudem würden bei einem entsprechenden Angebot Zusagen zu Investitionen in der EU oder eine Begrenzung der Exporte positiv angerechnet werden.

ROUNDUP 2/Trump: 'Der Iran will verhandeln'

WASHINGTON/TEHERAN - Angesichts der Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Staatsführung erhöht US-Präsident Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik. "Der Iran will verhandeln", sagte er an Bord des Regierungsflugzeugs Air Force One vor Journalisten. Man werde sich vielleicht mit Vertretern des Irans treffen, ein Treffen werde vorbereitet. Angesichts dessen, was im Iran passiere, müssten die USA allerdings vielleicht auch vorher handeln, warnte Trump mit Blick auf die andauernden Proteste. Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führte der Präsident nicht aus.

Internationale Gespräche über kritische Rohstoffe

BERLIN/WASHINGTON - In Washington sprechen mehrere große Industriestaaten am Montag über den Zugang zu kritischen Rohstoffen. Die USA haben dafür internationale Finanzminister eingeladen, auch Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) nimmt teil.

ROUNDUP/Merz in Indien: Es geht um Handel, Rüstung und Russland

AHMEDABAD - Bundeskanzler Friedrich Merz ist zu einem zweitägigen Antrittsbesuch in Indien eingetroffen. Der CDU-Chef landete in der Nacht kurz vor 2.00 Uhr Ortszeit in Ahmedabad in der Heimatregion von Ministerpräsident Narendra Modi, der ihn am Morgen an einer Gedenkstätte für den Nationalhelden Mahatma Gandhi offiziell begrüßen wird.

Weitreichende Maßnahmen gegen Wohnungskrise in Spanien

MADRID - Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat "dringende und entschlossene" Maßnahmen gegen die zunehmende Wohnungsnot in Spanien verkündet. Das Maßnahmenpaket solle in den kommenden Wochen per königlichem Dekret in Kraft gesetzt werden, sagte Sánchez bei der Einweihung eines öffentlichen Wohnungsbauprojekts auf einem früheren Militärgelände in Madrid, auf dem 10.700 neue Wohnungen entstehen sollen. Man werde Betrug und Missbrauch bei Mietverträgen bekämpfen und Anreize für Vermieter schaffen.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jkr

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