dpa-AFX Überblick

KONJUNKTUR vom 19.03.2026 - 17.00 Uhr 19.03.2026, 17:07 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

ROUNDUP 2: EZB lässt Leitzinsen trotz Inflationsgefahren konstant

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) hält die Leitzinsen trotz Sorgen vor einer neuen Inflationswelle wegen des Iran-Kriegs unverändert. Der für Sparer und Banken wichtige Einlagenzins bleibt bei 2,0 Prozent, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte. Damit tastet die EZB zum sechsten Mal in Folge die Zinsen nicht an.

ROUNDUP: Britische Notenbank bestätigt Leitzins - Inflationsrisiken im Blick

LONDON - Die britische Notenbank hat ihren Leitzins wie erwartet stabil gehalten. Angesichts der wachsenden Inflationsgefahren durch die Folgen des Iran-Kriegs wurde Handlungsbereitschaft signalisiert. Der Leitzins liegt weiter bei 3,75 Prozent, teilte die Bank of England am Donnerstag nach ihrer geldpolitischen Sitzung in London mit. Bankvolkswirte hatten diese Entscheidung erwartet.

Japanische Notenbank verändert Zins nicht - Will Folgen des Iran-Kriegs abwarten

TOKIO - Die japanische Notenbank hat den Leitzins nicht verändert. Er verharrt weiter auf 0,75 Prozent, wie die Notenbank am Donnerstag in Tokio mitteilte. Dies war von Analysten so erwartet worden. Die abwartende Haltung wurde mit der Unsicherheit begründet, die durch den Iran-Krieg entstanden sei.

Schweizerische Nationalbank belässt Leitzins bei null Prozent

ZÜRICH - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat den Leitzins ein weiteres Mal bei null Prozent belassen. Die erneute Zinspause der SNB kommt nicht überraschend. Ökonomen hatten diese Entscheidung im Schnitt erwartet. Angesichts des Konflikts im Nahen Osten sei aber die Bereitschaft der SNB für Interventionen am Devisenmarkt erhöht, teilten die Schweizer Währungshüter am Donnerstag mit. Damit wirke man einer raschen und übermäßigen Aufwertung des Frankens entgegen. Diese könnte die Preisstabilität in der Schweiz gefährden.

GESAMT-ROUNDUP 3: Vergeltung Irans gegen Golfstaaten - Sorge vor Energiekrieg

WASHINGTON/TEHERAN/DOHA - Nach iranischen Angriffen auf Flüssiggasanlagen in Katar und der Androhung von Vergeltung durch US-Präsident Donald Trump wächst die Sorge vor einem folgenreichen Energiekrieg. Das US-Militär werde das bedeutende Gasfeld "South Pars" massiv attackieren, sollte der Iran weiter Katars Gasindustrie angreifen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Preis für europäisches Erdgas stieg daraufhin in der Spitze um mehr als 30 Prozent.

ROUNDUP/Neue Angriffe im Iran-Krieg: Wird Gas jetzt auch für Haushalte teurer?

BONN/AMSTERDAM - Nach wechselseitigen Angriffen auf die Gasindustrie Irans und Katars sind die Erdgaspreise im europäischen Großhandel erneut stark gestiegen. Unter anderem waren bei einem iranischen Raketenangriff in Katar wichtige Flüssiggasanlagen schwer beschädigt worden.

EZB erwartet Inflationsschub wegen Nahost-Krieg

FRANKFURT - Steigende Energiepreise infolge des Iran-Kriegs könnten nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) das Wirtschaftswachstum bremsen und die Inflation kräftig anheizen. Im wahrscheinlichsten Szenario erwartet die Notenbank für 2026 eine Teuerungsrate von durchschnittlich 2,6 Prozent im Euroraum, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung hervorgeht.

USA: Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinkt überraschend

WASHINGTON - In den USA haben überraschend wenig Menschen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Die Hilfsanträge gingen in der vergangenen Woche um 8.000 auf 205.000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 215.000 Anträge gerechnet.

Hohe Spritpreise - Länder machen Druck auf Ministerin Reiche

HANNOVER - Niedersachsen und andere Bundesländer wollen angesichts der hohen Spritpreise Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) auf einer Sonder-Energieministerkonferenz zum Gegensteuern auffordern. Die Mineralölkonzerne zockten die Bürger mit Extraprofiten ab, sagte der niedersächsische Energieminister Christian Meyer (Grüne). Reiche aber zucke nur die Achseln und lasse "die Menschen mit der fossilen Inflation im Stich".

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jkr

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