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KONJUNKTUR vom 23.02.2026 - 17.00 Uhr 23.02.2026, 17:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

ROUNDUP 4: Ifo-Index steigt: Hoffen auf Aufschwung trotz Trumps Zöllen

MÜNCHEN/FRANKFURT - Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen hellt sich stärker auf als gedacht und schürt die Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft. Im Februar stieg der Ifo-Index, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, stärker als erwartet und liefert das nächste Signal für ein leichtes Wachstum nach Jahren der Krise. Wäre da nicht Donald Trump: Einmal mehr verunsichert die Zollpolitik des US-Präsidenten, der nach seiner Niederlage vor dem obersten Gerichtshof prompt neue Zölle ankündigte.

ROUNDUP/Kreise: US-Zoll auf EU-Importe soll 15 Prozent betragen

WASHINGTON - Nach der Zoll-Entscheidung des Obersten US-Gerichts soll auf viele EU-Importe in die Vereinigten Staaten US-Regierungskreisen zufolge künftig ein Zoll von 15 Prozent erhoben werden. Grundlage dafür sei das von US-Präsident Donald Trump jüngst unterzeichnete weltweite Zolldekret, teilte ein ranghoher Vertreter des Weißen Hauses mit. Der neue Zollsatz, der zunächst auf 150 Tage befristet ist, gilt demnach unter anderem auch für Einfuhren aus Großbritannien, Indien und Japan.

USA: Auftragseingang in der Industrie sinkt wie erwartet

WASHINGTON - Der Auftragseingang der US-Industrie ist im Dezember wie erwartet gesunken. Die Bestellungen fielen im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent, wie das Handelsministerium am Montag in Washington mitteilte. Analysten hatten dies im Schnitt erwartet. Im November waren die Aufträge noch um 2,7 Prozent gestiegen. Die Auftragseingänge nach Herausrechnung von Transportgütern stiegen im Dezember um 0,4 Prozent.

ROUNDUP: EU-Parlament stoppt Umsetzung von Zolldeal mit USA

BRÜSSEL - Das Europäische Parlament hat die Umsetzung des Zollabkommens zwischen den USA und der EU formell auf Eis gelegt. Hintergrund sind die neu von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle, wie der Vorsitzende des Handelsausschusses, Bernd Lange (SPD), mitteilte. "Wir möchten von den Vereinigten Staaten die klare Zusicherung, dass sie das Abkommen einhalten, denn das ist das entscheidende Element", sagte Lange im Ausschuss. Auf zurzeit geltende Zölle hat die Entscheidung rechtlich keine Auswirkungen.

SPD will Bleiberecht und Arbeitserlaubnis verknüpfen

BERLIN - Die SPD will bei der Verkürzung der Arbeitssperre für Asylbewerber auf drei Monate auch ein Bleiberecht auf den Tisch bringen. Nach einer Sitzung des Parteipräsidiums begrüßte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf Pläne für eine schnellere Beschäftigungserlaubnis.

Bericht: Knapp 500 Milliarden Euro für Ukraine-Wiederaufbau nötig

WASHINGTON - Der Krieg in der Ukraine hat innerhalb von knapp vier Jahren laut einer neuen Schätzung einen direkten Schaden von fast 200 Milliarden US-Dollar verursacht. Zwischen dem Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 und Ende Dezember 2025 beläuft sich der Gesamtschaden auf 195,1 Milliarden US-Dollar (gut 165 Mrd Euro), wie aus einem gemeinsamen Bericht der Weltbank, der Europäischen Kommission, der ukrainischen Regierung und der Vereinten Nationen hervorgeht. Für den Wiederaufbau des Landes dürften in den kommenden zehn Jahren 587,7 Milliarden Dollar (knapp 500 Mrd Euro) nötig sein.

Ungarn blockiert Ukraine-Darlehen - Wadephul erstaunt

BRÜSSEL - Bundesaußenminister Johann Wadephul wirft Ungarn vor, mit der Blockade eines wichtigen EU-Darlehens für die Ukraine seine eigenen Ideale und Interessen zu opfern. "Ich glaube nicht, dass es richtig ist, wenn Ungarn seinen eigenen Kampf für die Freiheit, für die europäische Souveränität, verrät", sagte der CDU-Politiker am Rande eines Treffens der EU-Außenminister in Brüssel. Die ungarische Position erstaune ihn. Man werde an Ungarn mit Argumenten herantreten und diskutieren, sagte Wadephul.

US-Zölle belasten Maschinenbau: Exporte sinken 2025 deutlich

FRANKFURT - Der Handelsstreit mit den USA und ein schwaches China-Geschäft haben den deutschen Maschinenbauern 2025 Exporteinbußen beschert. Die Ausfuhren sanken um 1,8 Prozent gegenüber 2024, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt mitteilte. Preisbereinigt lag der Rückgang sogar bei 3,3 Prozent. Steigende Exporte im Dezember konnten das Jahresminus nicht verhindern.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

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