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KONJUNKTUR vom 26.02.2026 - 17.00 Uhr 26.02.2026, 17:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Bericht: USA und Iran pausieren Verhandlungen in Genf

GENF - Die USA und der Iran haben ihre womöglich entscheidenden Atomverhandlungen nach rund drei Stunden vorerst unterbrochen. Die Delegationen beider Staaten kämen in Genf nun jeweils zu eigenen Beratungen zusammen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Am Abend sollen die Verhandlungen demnach fortgesetzt werden.

USA: Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen weniger als erwartet

WASHINGTON - In den USA hat die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe weniger als erwartet zugelegt. In der vergangenen Woche kletterte die Zahl der Anträge um 4.000 auf 212.000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 216.000 Anträgen gerechnet.

EZB-Verlust 2025: Erneut keine Überweisung an die Bundesbank

FRANKFURT - Die Verlustserie der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich 2025 fortgesetzt. Gut 1,25 Milliarden Euro Minus stehen unter dem Strich in der Bilanz, wie die Notenbank mit Sitz in Frankfurt mitteilte. Damit fällt eine Gewinnausschüttung an die nationalen Zentralbanken im Euroraum - darunter die Deutsche Bundesbank - erneut aus. Den letzten EZB-Gewinn gab es 2021. Im Jahr 2024 musste die EZB mit mehr als 7,9 Milliarden Euro den höchsten Verlust ihrer mehr als 25-jährigen Geschichte verbuchen.

Polen erhöht Verteidigungsausgaben auf fast fünf Prozent

WARSCHAU - Polen fühlt sich von Russland bedroht und will in diesem Jahr seine Rüstungsausgaben weiter steigern. Für 2026 seien 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung vorgesehen, sagte Außenminister Radoslaw Sikorski bei einer Grundsatzrede im Parlament. Von den umgerechnet 46,6 Milliarden Euro soll mehr als die Hälfte in die Anschaffung neuen Geräts fließen. Polen müsse eine Armee aufbauen, die Kremlchef Wladimir Putin dauerhaft abschrecke, betonte Sikorski.

Eurozone: Wirtschaftsstimmung trübt sich unerwartet ein

BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Februar unerwartet eingetrübt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel im Vergleich zum Vormonat um einen Punkt auf 98,3 Punkte, wie die Europäische Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Volkswirte hatten hingegen im Schnitt mit einem Anstieg auf 99,8 Punkten gerechnet.

ROUNDUP: Deutscher Mittelstand spürt wachsende Konkurrenz aus China

FRANKFURT - Während Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Beziehungen zu China stärken will, wächst im deutschen Mittelstand die Sorge vor Konkurrenz aus Fernost. Fast jeder fünfte (19 Prozent) der 3,9 Millionen hiesigen Mittelständler sieht sich steigendem Wettbewerbsdruck durch chinesische Anbieter ausgesetzt, wie eine Sonderbefragung der staatlichen Förderbank KfW zeigt. "Dabei konkurrieren die chinesischen Wettbewerber nicht nur mit günstigen Preisen, sondern auch mit einer steigenden Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen", heißt es darin.

Eurozone: Wachstum der Geldmenge beschleunigt sich stärker als erwartet

FRANKFURT - Das Wachstum der Geldmenge im Euroraum hat sich im Januar stärker als erwartet beschleunigt. Die breit gefasste Geldmenge M3 stieg im Jahresvergleich um 3,3 Prozent, wie die Europäische Zentralbank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Im Dezember war sie noch um 2,8 Prozent gewachsen. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Rate von 2,9 Prozent gerechnet.

Stagnation und Jobabbau im Handwerk in Deutschland

MÜNCHEN - Das deutsche Handwerk kommt nur zäh aus der Krise. Hatte der Branchenverband ZDH für 2025 ursprünglich noch ein leichtes Wachstum um 1 Prozent erwartet, geht er inzwischen nur noch von Stagnation oder allenfalls einem geringfügigen nominalen Plus aus, wie er mitteilte. 2026 dürfte kaum besser werden - zwar erwartet der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) 1 Prozent Umsatzwachstum, die Beschäftigung werde aber in einer Größenordnung von rund 60.000 Personen sinken - vor allem, weil Menschen altersbedingt aufhören.

Reiche beschwert sich über Arbeit der EU-Kommission

BRÜSSEL - Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat scharfe Kritik an der Europäischen Kommission unter ihrer Parteikollegin Ursula von der Leyen geäußert. "Der Industrial Accelerator Act ist der 50. Vorschlag, parallel zu schon 49 existierenden, wie europäisch beschafft werden soll", sagte die Politikerin in Brüssel. Das könne "keiner mehr überblicken". Der erwartete Vorschlag für ein Gesetz zur Stärkung der Industrie enthalte außerdem 30 zusätzliche Subregelungen. "Das ist zu kompliziert."

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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