Ergebnis von Nato-Analyse zu Drohnen lässt auf sich Warten 30.09.2025, 10:24 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Rund drei Wochen nach dem Eindringen russischer Kampfdrohnen in den Luftraum Polens ist noch immer nicht klar, ob sie von Moskau gezielt dorthin geschickt wurden. Man prüfe weiter, ob es Absicht war oder nicht, sagte Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Rande von Gesprächen mit der EU-Kommission unter der Leitung von Ursula von der Leyen. Das Gleiche gilt nach seinen Angaben für die Verletzung des Luftraums von Estland durch drei russische Kampfjets vom Typ MiG-31 am 19. September.

Auf der Tagesordnung des Nato-EU-Treffens standen unter anderem Beratungen zur Sicherheitslage in Europa und zum Aufbau eines umfassenden Drohnenabwehrsystems an der Ostflanke der EU. Das Projekt komme gerade rechtzeitig und sei notwendig, sagte Rutte dazu. Denn am Ende könne man nicht Millionen von Euro oder Dollar für Raketen ausgeben, um Drohnen abzuschießen, die nur ein paar Tausend Dollar kosteten. Der Niederländer spielte damit darauf an, dass bei der Luftraumverletzung in Polen einige russische Drohnen mit Kampfjets vom Himmel geholt wurden.

Von der Leyen: Bei Ukraine kann es Wendepunkt geben

Von der Leyen kündigte, ohne Details zu nennen, Vorschläge für Sofortmaßnahmen an, um den den sogenannten Drohnenwall möglichst schnell aufzubauen. "Europa muss eine starke und geeinte Antwort auf die russischen Drohnenverletzungen an unseren Grenzen geben", sagte sie und verwies auch auf geplante Beratungen bei einem informellen EU-Gipfel an diesem Mittwoch in Kopenhagen.

Mit Blick auf die Lage der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland zeigte sich die Deutsche optimistisch. "Ich bin fest überzeugt, dass wir uns an einem Punkt befinden, an dem entschlossenes Handeln unsererseits zu einer Wende in diesem Konflikt führen kann", sagte sie. Wichtig sei nun, den wirtschaftlichen Druck auf Russland mit Sanktionen weiter zu erhöhen - unter anderem über ein Verbot von Flüssigerdgas-Importen aus Russland in die Europäische Union. Zudem müsse man der Ukraine weitere militärische Unterstützung bereitstellen./aha/DP/jha

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