Hinweis
Aufgrund aktueller technischer Entwicklungen kann es vorübergehend zu Einschränkungen in einzelnen Funktionen kommen. Wir arbeiten daran und halten Sie auf dem Laufenden.
EZB

Inflationserwartungen der Verbraucher steigen im März deutlich 28.04.2026, 11:14 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Angesichts der Auswirkungen des Iran-Kriegs sind in der Eurozone die Inflationserwartungen der Verbraucher im März erheblich gestiegen. Vor allem die Erwartungen auf kurze Sicht legten stark zu. Laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten die Konsumenten auf Sicht von 12 Monaten eine Preissteigerung um 4,0 Prozent, wie die EZB am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Zuletzt hatten die befragten Verbraucher noch eine Inflation von 2,5 Prozent prognostiziert. Volkswirte waren für den Monat März lediglich von einem Anstieg auf 2,8 Prozent ausgegangen.

Die Inflationserwartung für die nächsten drei Jahre stiegen von 2,5 auf 3,0 Prozent. Nur leicht legten die Inflationserwartungen auf Sicht von fünf Jahren zu. Sie stiegen von 2,3 Prozent auf 2,4 Prozent.

Hintergrund der Entwicklung dürfte der Iran-Krieg und dessen wirtschaftliche Folgen sein. Die Schließung der Straße von Hormus hat zu einem starken Anstieg der Preise für Öl und Gas geführt. Zudem könnten wichtige Rohstoffe wie Düngemittel oder petrochemische Produkte knapp werden. Die EZB spricht von einer gestiegenen Verunsicherung der Verbraucher mit Blick auf die künftige Inflationsentwicklung.

Im März war die Inflation in der Eurozone auf 2,6 Prozent gestiegen. Die EZB strebt auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von 2 Prozent an.

Die Daten basieren auf den Ergebnissen einer monatlichen Online-Befragung (Consumer Expectations Survey) der Europäischen Zentralbank unter Verbrauchern aus elf Ländern. Befragt werden rund 19.000 Personen. Inflationserwartungen spielen eine wichtige Rolle für die Geldpolitik der EZB.

Die Europäische Zentralbank wird am Donnerstag über ihre Geldpolitik entscheiden. Es wird noch keine Änderung des Leitzinses erwartet. Die Herausforderungen für die EZB sind groß, da die Energiekrise sowohl das Wirtschaftswachstum belastet als auch gleichzeitig die Inflation antreibt.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer