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EZB

Zinserhöhung erst im September erwartet 23.07.2026, 05:50 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Nach der ersten Zinserhöhung seit fast drei Jahren dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) nun abwarten. Volkswirte rechnen damit, dass die Euro-Währungshüter bei ihrer geldpolitischen Sitzung an diesem Donnerstag die Leitzinsen unverändert lassen werden.

Damit bliebe der für Banken und Sparer im Euroraum wichtige Einlagenzins bei 2,25 Prozent. Eine weitere Anhebung könnte es im September geben, wenn der Notenbank neue Prognosen zu Inflation und Konjunktur vorliegen. Denn die Risiken für die Teuerung sind nicht gebannt, solange der Iran-Krieg weiter schwelt und es keine dauerhafte Lösung für den Konflikt im Nahen Osten gibt.

Der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs hatte die Teuerung in den vergangenen Monaten kräftig nach oben getrieben. Im Juni schwächte sich der Preisauftrieb ab, die Verbraucherpreise im Euroraum lagen um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats nach 3,2 Prozent Inflation im Mai.

Die EZB sieht Preisstabilität bei mittelfristig zwei Prozent Inflation im Euroraum gewahrt. Mit höheren Zinsen kann sie die Inflation dämpfen, weil dann Kredite teurer werden und die Nachfrage gebremst wird. Allerdings sind höhere Zinsen zugleich eine Belastung für alle, die investieren wollen. Hebt die EZB die Zinsen zu stark an, läuft sie Gefahr, die Wirtschaft abzuwürgen.

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