Finanzierungslücke bei US-Windpark

Orsted will Kapital erhöhen - Aktie im Fall 11.08.2025, 11:28 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Orsted 25,84 USD +2,07 % Nasdaq OTC

FREDERICIA (dpa-AFX) - Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zur Begrenzung des Ausbaus der Windkraft auf See bringt den dänischen Energiekonzern Orsted in finanzielle Bedrängnis. Das Unternehmen blies einen geplanten Teilverkauf seines US-Windparkprojektes "Sunrise" vor der Küste New Yorks ab. Dies führt zu einer massiven Finanzierungslücke. Stattdessen will Orsted nun über eine Kapitalerhöhung bis zu 60 Milliarden dänische Kronen (rund 8 Mrd Euro) frisches Geld einsammeln, wie der Konzern am Montag in Fredericia mitteilte. Aktionäre erhielten Bezugsrechte in Höhe ihres Anteils. Der dänische Staat als Mehrheitsaktionär unterstütze die Kapitalerhöhung, hieß es. Nicht gezeichnete Aktien würden von der Bank Morgan Stanley übernommen.

Eine außerordentliche Hauptversammlung soll am 5. September über die Kapitalerhöhung entscheiden. Die Orsted-Aktie rutschte zu Wochenbeginn auf ein Rekordtief, am Vormittag sackte sie rund ein Viertel ab. Analysten sehen den Schritt als schmerzhaften, aber "notwendigen Schritt" für das angeschlagene Unternehmen an. Das frische Geld könnte den Dänen bei ihren Sanierungsbemühungen etwas Luft verschaffen.

Die Nachricht komme wegen der sich verschlechternden Bilanz von Orsted nicht "völlig überraschend", schrieb Analystin Jenny Ping von der US-Bank Citigroup. Schon eine Kapitalerhöhung um 5 Milliarden Euro hätte ausgereicht, um den Finanzierungsbedarf des Unternehmens zu decken und Luft für weitere Maßnahmen zu schaffen, schätzt sie.

Orsted baut und betreibt Wind- und Solarparks und finanziert diese durch Teilverkäufe. Trump gilt als Windkraftgegner, das Unternehmen sieht sich daher eigenen Angaben zufolge nicht mehr in der Lage, die benötigten Mittel durch die Anteilsverkäufe zu erzielen.

Trump hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, welche die Windindustrie in Bedrängnis bringen. In den ersten Tagen seiner Präsidentschaft stoppte er die Genehmigung neuer Projekte. Anschließend versuchte er kurzzeitig, die Genehmigung für ein bereits von einem anderen Projektentwickler bebautes Gelände zu widerrufen. Und sein wichtigstes Steuer- und Ausgabengesetz strich Steuergutschriften, die der Branche zugutekamen.

Das Unternehmen teilte zudem mit, den Verkauf seines europäischen Geschäfts mit Windparks an Land (Onshore) in die Wege geleitet zu haben. Orsted erwartet, in den Jahren 2025 und 2026 durch Veräußerungen mehr als 35 Milliarden dänische Kronen einzunehmen.

Zudem legte der Konzern Zahlen für das erste Halbjahr vor. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg um zehn Prozent auf 15,5 Milliarden Kronen. Im zweiten Quartal kletterte der operative Gewinn allerdings nur leicht. Die Jahresprognose wurde bestätigt. An der geplanten Investitionssumme hält das Unternehmen fest./nas/mne/men

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