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Flughafen Köln/Bonn setzt Höhenflug fort 08.05.2026, 16:06 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Der Köln/Bonner Flughafen hat erneut profitable Geschäfte gemacht. Im vergangenen Jahr habe der Gewinn bei 13,5 Millionen Euro gelegen und damit circa 0,8 Millionen Euro mehr als 2024, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz war um mehr als 80 Millionen Euro auf 444,2 Millionen Euro nach oben geschnellt. Das lag vor allem daran, dass der Flughafen die Passagierkontrollen inzwischen selbst übernommen hat.

Für den Airport war es das vierte Gewinnjahr in Folge. In den Coronajahren hatte er tiefrote Zahlen verbucht, 2020 hatte der Verlust 31,1 Millionen Euro betragen und ein Jahr später 14,5 Millionen Euro. Danach ging es aufwärts.

Der Flughafen Köln/Bonn kam im vergangenen Jahr auf 10,1 Millionen Passagiere, damit war er im Ranking der NRW-Airports hinter Düsseldorf auf Platz 2. Der Flughafen der Landeshauptstadt kam auf 21 Millionen Passagiere. Andere Flughäfen in NRW wie Dortmund und Weeze (Niederrhein) haben deutlich weniger Passagiere.

Das Management hatte mehr Passagiere erwartet

Das Jahresziel von 10,6 Millionen Passagieren verfehlte der Flughafen Köln/Bonn. Die Nachfrage nach Flügen innerhalb Deutschlands sei gesunken und die Wettbewerbsbedingungen blieben schwierig, hieß es vom Management. "Herausfordernd bleiben insbesondere die hohen Standortkosten in Deutschland sowie aktuelle geopolitische Krisen und Konflikte, die sich auf den internationalen Luftverkehr als Ganzes auswirken", sagte Airport-Chef Thilo Schmid und gab das Ziel aus, die Marke von 10 Millionen Reisenden in diesem Jahr wieder zu übertreffen.

Wichtig ist in Köln/Bonn zudem das Frachtgeschäft, dessen Volumen mit rund 840.000 Tonnen im vergangenen Jahr leicht unter den Vorjahren lag (2024: 845.000 Tonnen und 2023 870.000 Tonnen. Man erfülle "eine Schlüsselfunktion für die Wirtschaft in NRW", sagte Airport-Chef Schmid.

In den kommenden fünf Jahren möchte das Management insgesamt mehr als 400 Millionen in die Infrastruktur des Flughafens investieren, damit würde das Investitionstempo erhöht: In den vergangenen Jahren waren es den Angaben zufolge 180 Millionen Euro gewesen. Als Fingerzeig gen Politik mahnte Manager Schmid niedrigere Standortkosten und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen an.

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