Gamestop-Chef kündigt Angebot für Ebay an 04.05.2026, 05:28 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Videospiele-Händler Gamestop US36467W1099 will nach Angaben seines Chefs die viel größere Online-Handelsplattform Ebay US2786421030 übernehmen. Das Gebot werde rund 56 Milliarden Dollar (47,7 Mrd Euro) in Form von Bargeld und Aktien schwer sein, sagte Ryan Cohen dem "Wall Street Journal". Er wolle mit Ebay einen viel stärkeren Konkurrenten für Amazon US0231351067 aufbauen, erklärte Cohen sein Vorhaben.

Gamestop will demnach 125 US-Dollar pro Aktie bieten, sagte Cohen. Das entspreche einem Aufpreis von 20 Prozent auf den Schlusskurs von Freitag. Im nachbörslichen Handel war der Kurs dann bereits auf gut 116 Dollar geklettert, nachdem das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen von Cohens Plänen für ein Gebot berichtet hatte.

Großteil der Finanzierung noch unklar

Er habe bereits eine Zusage für einen Kredit von rund 20 Milliarden Dollar für die Übernahme, sagte Cohen der Zeitung nun. Es blieb zunächst unklar, wie genau der Rest der Kaufsumme finanziert werden soll.

Cohen hatte vor Gamestop als Mitgründer den auf Haustier-Artikel spezialisierten Online-Händler Chewy geführt. Er hatte 2020 eine hohe Beteiligung bei dem Spielehändler aufgebaut, dessen Management er als zu langsam beim Online-Geschäft kritisierte, und übernahm 2023 den Chefposten. Er ließ viele Läden schließen und setzte stattdessen auf das Geschäft etwa mit Sammelkarten und Retro-Konsolenspielen, die Nostalgie bei Gamern wecken.

Ebay mit Fokus auf Sammler und KI

Auch Ebay versucht aktuell, sich stärker auf lukrative Kategorien wie etwa Sammelartikel, Autoteile und gebrauchte Modeartikel zu konzentrieren. Firmenchef Jamie Iannone setzte zudem auf Künstliche Intelligenz, um Nutzern das Einkaufen auf der Plattform zu erleichtern. Von Ebay gab es zunächst keine Reaktion auf Cohens Ankündigung.

Gamestop sorgte zu Beginn der Corona-Pandemie für Schlagzeilen, weil Amateur-Händler aus dem Netz den Kurs der Aktie entgegen Zweifeln der Wall-Street-Analysten am Geschäftsmodell hochtrieben.

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