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Helaba senkt Gewinnziel für 2026 auf 400 Millionen Euro 28.10.2026, 12:06 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Wegen der Dauerkrise am Markt für Gewerbeimmobilien schraubt Deutschlands drittgrößte Landesbank Helaba ihre Gewinnerwartungen für 2026 noch weiter herunter. Statt der erst Ende August ausgerufenen rund 500 Millionen Euro Vorsteuerergebnis erwartet die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) nun noch rund 400 Millionen Euro im laufenden Jahr, wie Vorstandschef Thomas Groß am Dienstagabend im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW) sagte. Ursprünglich waren 600 bis 700 Millionen Euro Vorsteuergewinn angepeilt.

"Die aktuelle Entwicklung läuft für uns als Helaba in Summe doch spürbar schlechter als geplant. Und das insbesondere rund ums Immobiliengeschäft", begründete Groß. Vornehmlich bei Büroimmobilien schätze die Helaba die Lage "deutlich pessimistischer" ein als noch vor wenigen Monaten. Ein Ende der Krise sei nicht in Sicht.

Weil wegen des Homeoffice-Trends weniger Büroflächen gebraucht werden, ist der Markt für solche Immobilien in vielen Ländern unter Druck. Belastungen im Geschäft mit Gewerbeimmobilien hatten den Überschuss der Helaba im ersten Halbjahr verglichen mit dem Vorjahreszeitraum auf 148 Millionen Euro mehr als halbiert.

Helaba stellt Geschäft mit Gewerbeimmobilien neu auf

Ungeachtet der aktuellen Rückschläge bekräftigte Groß, der die Helaba im Oktober 2027 mit Auslaufen seines Vertrages verlassen wird, das mittelfristige Gewinnziel: "Na klar, der Weg ist länger zur Milliarde. Aber wir sind davon überzeugt und halten deshalb auch an dem Ziel, diese Milliarde Ergebnis vor Steuern in den nächsten fünf Jahren zu erreichen, fest."

Groß kündigte "eine Neuausrichtung des kommerziellen Immobiliengeschäfts" in den nächsten Monaten an. Das Immobilienportfolio soll auf "spürbar unter 30 Milliarden Euro" verringert werden, zudem wird die Aufstellung in einzelnen Regionen und Teilmärkten überprüft. Ein kompletter Rückzug aus den USA sei jedoch nicht Teil der Überlegungen.

Bei der Tochter OFB, die sich zuletzt als Projektentwickler auf Büroimmobilien in Deutschland konzentrierte, werden unterdessen zwischen einem und zwei Drittel der zuletzt 140 Jobs abgebaut. Auf der anderen Seite sieht der Helaba-Vorstand Investitionen in bezahlbaren Wohnraum in Deutschland als "ein ganz zentrales Wachstumsthema" für die Landesbank, wie Groß ausführte.

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