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Hisbollah gedenkt Israels Abzug inmitten anhaltender Angriffe 25.05.2026, 20:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Inmitten anhaltender Spannungen mit Israel haben sich hunderte Anhänger der proiranischen Hisbollah in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut zu einer Gedenkfeier versammelt. Dabei gedachten sie des israelischen Rückzuges aus dem Libanon vor 26 Jahren.

Die Teilnehmenden schwenkten Fahnen der Hisbollah und des Irans und skandierten Parolen zur Unterstützung der Kämpfer der Miliz sowie zur Unterstützung von Hisbollah-Generalsekretär Naim Kassim. "Wir waren immer siegreich und werden es auch bleiben", sagte eine Teilnehmerin einem dpa-Fotografen vor Ort. Der Kampf gegen Israel werde fortgesetzt bis alle libanesischen Gebiete "befreit" seien, riefen andere Anwesende.

Israel hatte sich im Mai 2000 nach 18 Jahren Besatzung aus weiten Teilen des Südlibanons zurückgezogen. Die Hisbollah wertet dies bis heute als wichtigen Sieg der Organisation. Heute stehen die proiranische Hisbollah und Israel im Zuge des Iran-Kriegs erneut in einem offenen Konflikt.

Weiter gegenseitige Angriffe

Trotz Waffenruhe kam es auch heute wieder zu gegenseitigen Angriffen. Das israelische Militär griff dabei nach libanesischen Angaben in mehreren Orten im Südlibanon an. Nach einer vorausgegangenen Warnung griff die israelische Luftwaffe unter anderem erneut nahe der Küstenstadt Tyrus an. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete vier Tote bei einem Angriff im Distrikt Nabatija.

Das israelische Militär gab an, dass mehrere mit Sprengstoff beladene Drohnen der Hisbollah auf israelischen Boden gefallen seien. Es habe keine Verletzten gegeben. Auch eine Rakete sei abgefangen worden. Die Hisbollah selbst reklamierte erneut mehrere Angriffe auf israelische Stellungen im Südlibanon und auf Israel für sich.

Im Zuge des Iran-Kriegs kam es auch zu einer erneuten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Mitte April schlossen die israelische und die libanesische Regierung eine Waffenruhe. Die Hisbollah war nicht Teil der Vereinbarung. Sie lehnt Verhandlungen mit Israel ab. Die gegenseitigen Angriffe werden bis heute fortgesetzt. Israel ist auch erneut im Südlibanon mit eigenen Truppen vertreten.

Im Libanon wurden dabei bisher nach Behördenangaben fast 3.200 Menschen getötet.

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