IEA erwartet rekordhohes Überangebot an Rohöl 13.11.2025, 11:29 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

PARIS (dpa-AFX) - Die Internationale Energieagentur (IEA) hat die Prognose für ein Überangebot an Rohöl wegen steigender Fördermengen erneut angehoben. Das Angebot werden die Nachfrage 2026 um etwa vier Millionen Barrel pro Tag übertreffen, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht des Interessenverbands von Industriestaaten. So hoch war der Überschuss laut der IEA noch nie.

Seit mittlerweile sechs Monaten hat der Verband die Prognose für den Überschuss jeweils angehoben. "Das Gleichgewicht auf dem globalen Ölmarkt erscheint zunehmend unausgewogen", schreiben die IEA-Experten im Monatsbericht.

Zwar sei 2026 mit einem erneuten Anstieg der globalen Nachfrage zu rechnen, heißt es im Monatsbericht. Die IEA-Experten erwarten einen Zuwachs auf durchschnittlich 104,7 Millionen Barrel pro Tag. Für das laufende Jahr wird mit einer Nachfrage von 103,9 Millionen Barrel pro Tag gerechnet. Allerdings wird beim Angebot mit einem stärkeren Anstieg gerechnet. Hier erwarten die IEA-Experten für 2026 einen Zuwachs um 2,5 auf 108,7 Millionen Barrel pro Tag. Der zu erwartende Überschuss falle größer aus, da führende Förderstaaten wie Saudi-Arabien und andere Mitglieder des Ölverbunds Opec+ die Produktion schneller als gedacht wiederaufnehmen, heißt es in dem Bericht.

Der Ölverbund Opec+ aus Ländern des Kartells und anderer wichtiger Förderstaaten, darunter Russland, hat in den vergangenen Monaten die Förderung mehrfach erhöht. Zuletzt hatte die Opec+ zu Beginn des Monats beschlossen, die Produktion ab Dezember um 137.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. In den ersten drei Monaten 2026 soll eine Pause bei den Erhöhungen eingelegt werden.

Mindestens die Hälfte der zusätzlichen Fördermengen im nächsten Jahr werde von Staaten der Opec+ stammen, wie aus den Daten der IEA hervorgeht. Allerdings machte der Verband im Monatsbericht auch deutlich, dass die Auswirkungen der jüngsten Handelskonflikte um Zölle oder US-Sanktionen gegen die russische Ölindustrie weiterhin unklar seien./jkr/jsl/jha/

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