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IG Metall sieht vor Tarif-Auftakt höhere 'Kampfbereitschaft' 05.10.2026, 15:26 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Vor Beginn der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie hat die Gewerkschaft IG Metall ihre Entschlossenheit betont. Die Kampfbereitschaft sei deutlich höher als in den Jahren zuvor, sagte der Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen, Knut Giesler, in Düsseldorf. Giesler ist Verhandlungsführer für den Tarifbezirk Nordrhein-Westfalen.

"Wir haben unsere Fristen auch für Eskalationsszenarien innerhalb der IG Metall deutlich verkürzt." In NRW bereite man gerade alles "bestens vor" für alle Eskalationsschritte, so Giesler weiter. Dort arbeiten rund 650.000 Menschen in der Branche. Knapp 60 Prozent der Betriebe sind laut Giesler tarifgebunden, aber "deutlich mehr" als 60 Prozent der Beschäftigten.

Tarifrunde 2026: Ab dem 1. November Warnstreiks möglich

Die Tarifverhandlungen für die bundesweit gut 3,7 Millionen Beschäftigten in der größten deutschen Industriebranche beginnen an diesem Mittwoch mit Verhandlungen in den Bezirken NRW und Baden-Württemberg. Die Friedenspflicht endet mit Ablauf des 31. Oktobers. Ab dann sind Warnstreiks möglich.

Die IG Metall geht mit einer Forderung von fünf Prozent mehr Geld in die Verhandlungen. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 12 Monaten haben. Zudem will die Gewerkschaft eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in "Boom-Unternehmen" durchsetzen sowie über die Absicherung von Arbeitsplätzen und Standorten verhandeln. Giesler bezeichnet die Tarifforderung von fünf Prozent als "maßvoll".

Die Arbeitgeber halten die Forderung nach Worten von NRW-Metallarbeitgeberpräsident Arndt G. Kirchhoff für "eindeutig zu hoch und völlig unrealistisch". Eine auch nur annähernde Umsetzung der Forderung würde den zuletzt schon beschleunigten Personalabbau noch weiter verschärfen, hatte der Verband der Metall- und Elektroindustrie NRW nach Bekanntgabe der Forderungen mitgeteilt.

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