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Iran

Spitzenpolitiker zweifelt an Unfalltod von Ex-Präsident Raisi 22.05.2026, 10:48 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Ein iranischer Spitzenpolitiker hat öffentlich Zweifel an der Ursache für den Helikopterabsturz geäußert, bei dem 2024 Präsident Ebrahim Raisi ums Leben kam. "Bis heute habe ich niemals akzeptiert, dass dies etwas Normales oder lediglich ein gewöhnlicher Unfall gewesen sein soll", sagte Mohammed Mochber, der bis zum Februar Irans obersten Führer beraten hatte, in einem am Donnerstagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des Staatsfernsehens.

Vor zwei Jahren war der damalige, ultrakonservative Präsident Ebrahim Raisi gemeinsam mit Außenminister Hussein Amirabdollahian und sieben weitere Personen bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Der Helikopter der Delegation war im Mai 2024 auf dem Rückflug von einem Staatsbesuch im Nachbarland Aserbaidschan in einer hügeligen Waldregion abgestürzt. Die Suche nach dem Absturzort dauerte viele Stunden. Offiziell wurden später Sabotage oder ein Anschlag ausgeschlossen.

Gerüchte über eine Fremdeinwirkung gab es schon damals, die Regierung dementierte dies jedoch. Der Absturz ereignete sich in einer Zeit militärischer Spannungen. Der Gaza-Krieg war in vollem Gange. Erst einen Monat zuvor hatte Israel das iranische Konsulat in Damaskus bombardiert und dabei hochrangige Generäle getötet. Die Attacke löste den ersten iranischen Raketenangriff auf israelisches Gebiet aus.

Mochber sagte dem Staatsfernsehen, er habe seine Zweifel dem früheren Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei, der Ende Februar bei einem gezielten israelischen Luftangriff getötet wurde, persönlich mitgeteilt. Es habe "durchaus die Möglichkeit technischer Eingriffe oder Manipulationen bestanden", sagte er. Mochber war nach Raisis Tod und bis zu den Neuwahlen Interimspräsident.

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