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Irans Marine-Chef droht US-Militär wegen Seeblockade 30.04.2026, 05:54 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Angesichts der von den Vereinigten Staaten gegen den Iran verhängten Seeblockade hat der Kommandeur der iranischen Marine den US-Truppen in der Region gedroht. Der Iran habe die Straße von Hormus geschlossen, zitierte der regierungstreue iranische Fernsehsender Press TV den Marine-Chef Scharam Irani. "Sollten sie sich weiter nähern, werden wir unverzüglich operative Maßnahmen ergreifen", sagte er über die US-Marine, die Schiffe derzeit daran hindert, iranische Häfen anzusteuern oder aus ihnen auszulaufen.

Das iranische Militär werde den Feind bald mit einer Waffe angreifen, "vor der er große Angst hat", kündigte Irani an. Um welche Art von Waffe es sich dabei handeln soll, sagte er nicht. Derzeit gilt zwischen dem Iran und den USA eine Waffenruhe.

USA haben Dutzende Schiffe gestoppt

Bislang haben die Vereinigten Staaten mit ihrer Blockade nach eigenen Angaben 42 Schiffe gestoppt. Dadurch seien dem Iran schätzungsweise mehr als sechs Milliarden US-Dollar an Einnahmen aus dem Ölexport entgangen, sagte der Kommandeur des zuständigen US-Regionalkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper.

Während die Verhandlungen über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran ins Stocken geraten sind, setzen sich beide Seiten zunehmend wirtschaftlich unter Druck. Der Iran hat die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Straße von Hormus durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen weitgehend unpassierbar gemacht. Die USA haben ihrerseits weitreichende Sanktionen und eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um die Führung in Teheran von den Einnahmen aus dem Ölexport abzuschneiden.

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