Irreguläre Migration

EU stärkt Kooperation mit Ägypten 22.10.2025, 21:11 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU will ihre Zusammenarbeit mit Ägypten im Kampf gegen unerwünschte Migration trotz Kritik von Menschenrechtsaktivisten ausbauen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen präsentierte dafür in Brüssel nach gemeinsamen Beratungen mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi Investitionszusagen. Demnach sollen 75 Millionen Euro EU-Zuschüsse etwa der Gesundheits- und Wasserversorgung sowie den sozialen Sicherungssystemen des Landes zugutekommen.

Von europäischer Seite geht es bei der Kooperation wohl auch darum, die unerwünschte Migration einzudämmen. So sieht die Partnerschaft laut Mitteilung auch vor, dass die EU Ägypten beim Kampf gegen Schlepper und beim Grenzschutz umfassend unterstützt. Auch eine Zusammenarbeit bei Abschiebungen wird aufgelistet.

Viele Flüchtlinge leben in Ägypten und wollen nach Europa

Ägypten beherbergt nach Angaben der Vereinten Nationen derzeit mehr als eine Million Flüchtlinge aus Krisenländern, die teilweise versuchen, über das Mittelmeer in die EU zu gelangen. Zudem kommen in Europa auch immer wieder Ägypter an, die ihre Heimat auf der Suche nach einer besseren wirtschaftlichen Perspektive verlassen.

Um die Zusammenarbeit zu vertiefen, hatten die EU und Ägypten bereits im März vergangenen Jahres eine strategische und umfassende Partnerschaft vereinbart. Sie sieht auch vor, dass die EU dem Land bis Ende 2027 Finanzhilfen in Höhe von rund 7,4 Milliarden Euro gewährt. Das nun organisierte Gipfeltreffen war das erste dieser Art in den bilateralen Beziehungen.

Menschenrechtler kritisieren außergerichtliche Hinrichtungen

Menschenrechtler erklärten, dass die "systematische Unterdrückung" kritischer Stimmen in Ägypten auch seit Beginn der vertieften Zusammenarbeit mit Brüssel anhalte. Schritte zur Stärkung der Menschenrechte, etwa die Freilassung des bekannten Aktivisten Alaa Abdel Fattah vor wenigen Wochen, seien dabei nur "begrenzte, symbolische Maßnahmen", teilten Human Rights Watch und weitere Organisationen mit. Kritiker würden weiter willkürlich festgenommen und in unfairen Verfahren zu strengen Haftstrafen verurteilt. Auch die Praxis außergerichtlicher Hinrichtungen gehe fast straffrei weiter./tre/DP/zb

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
News-Kommentare
Thema
1 Aktien Frankfurt Ausblick: Dax stabil - Trump will Straße von Hormus sichern Hauptdiskussion
2 Trump: Irans Raketen hätten schon bald USA treffen können Hauptdiskussion
3 Nato-Chef fordert Rückendeckung für USA und Israel Hauptdiskussion
4 Großbritannien: Stimmung in den Industriebetrieben trübt sich überraschend ein Hauptdiskussion
5 Warnstreiks im Nahverkehr haben begonnen Hauptdiskussion
Alle Diskussionen
Weitere News

6:33 Uhr • Artikel • dpa-AFX

6:27 Uhr • Artikel • dpa-AFX

6:21 Uhr • Artikel • dpa-AFX

6:19 Uhr • Artikel • dpa-AFX

6:18 Uhr • Artikel • dpa-AFX

6:17 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer