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Gekürzter Handwerkerbonus könnte Schwarzarbeit fördern 03.07.2026, 06:18 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hält infolge der geplanten Reform der Einkommensteuer einen Anstieg der Schwarzarbeit für möglich. Hintergrund ist die geplante Kürzung des sogenannten Handwerkerbonus. Durch die Kürzung können Handwerkerleistungen ab 2027 steuerlich geringer abgesetzt werden.

"Steigen die Kosten für legale Arbeit, wird Schwarzarbeit attraktiver. Sinken die Absetzmöglichkeiten, bedeutet das mehr Schwarzarbeit", sagte IW-Volkswirt Dominik Enste. Nach Berechnungen des Instituts wüchse die Schattenwirtschaft um rund eine Milliarde Euro pro Jahr, wenn jeder der nach IW-Schätzung mindestens 3,3 Millionen Schwarzarbeiter in Deutschland jährlich 300 Euro mehr schwarz statt legal verdienen würde.

Die schwarz-rote Koalition hatte sich auf steuerliche Entlastungen zum 1. Januar 2027 verständigt. Teil des Pakets ist auch eine Verringerung der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen von 20 auf 15 Prozent. Der maximale Steuerbonus sinkt damit von 1.200 auf 900 Euro jährlich.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) bezeichnete die Einigung dennoch als "vertretbaren Kompromiss". Der Handwerkerbonus setze weiterhin Anreize für legale Beschäftigung und die Vermeidung von Schwarzarbeit, sagte ZDH-Präsident Jörg Dittrich.

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