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Katar

Schließung von Bab al-Mandab wäre 'katastrophal' 15.09.2026, 17:02 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Eine faktische Schließung der Meerenge Bab al-Mandab wäre aus Sicht des Golfstaats Katar eine Katastrophe. "Die Welt leidet genug wegen der Schließung der Straße von Hormus", sagte ein Sprecher des katarischen Außenministeriums. Die Welt könne es sich nicht leisten, dass auch der Seeweg durch das Bab al-Mandab unbefahrbar werde. "Es wird katastrophal für die gesamte Welt", sagte der Sprecher. Eine Blockade internationaler Seewege könne nicht die "neue Normalität" sein.

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz rückte im Jemen vergangene Woche entlang der Küste nach Süden vor und kontrolliert nun die Küstenstädte Mokka, Dhubab und mehrere Inseln im Roten Meer. Von dort kann die Miliz etwa Handelsschiffe noch stärker angreifen als zuvor.

Der Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und liegt auf dem kürzesten Schifffahrtsweg zwischen Europa und Asien. Durch das "Tor der Tränen" laufen in normalen Zeiten etwa zehn Prozent des weltweiten Seehandels und 30 Prozent des weltweiten Containerverkehrs.

Verkehr durch Bab al-Mandab ging 2023 bereits zurück

Nach Angriffen der Miliz auf die Schifffahrt ab 2023 ging der Verkehr bereits deutlich zurück. Viele Reedereien wählten deshalb den langen und teuren Umweg über das Kap der Guten Hoffnung vor Südafrika.

Der führende Ölexporteur Saudi-Arabien versucht, über das Rote Meer einen Teil seines Öls zu verschiffen, das wegen der Blockade der Straße von Hormus umgeleitet werden muss.

Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman sprach dazu heute auch mit Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi bei einem Besuch in Kairo. Beide zeigten sich nach ägyptischen Angaben einig, dass die Freiheit der Schifffahrt nicht bedroht werden dürfe. Ägypten hat wie der regionale Nachbar Saudi-Arabien eine lange Küste am Roten Meer.

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