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Keine erhöhte Strahlung nach Einschlag in AKW Saporischschja 31.05.2026, 17:21 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Nach einem mutmaßlichen Drohneneinschlag im russisch besetzten Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine haben internationale Beobachter vor Ort keine erhöhte Strahlung gemessen. Das teilte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien mit, die ein Team in dem Atomkraftwerk stationiert hat.

IAEA-Chef Rafael Grossi sprach von einem schwerwiegenden Vorfall, der Grundprinzipien der nuklearen Sicherheit gefährde. Er forderte die Einstellung solcher Attacken, um einen Atomunfall zu verhindern. Das betroffene Turbinengebäude befindet sich direkt neben einem der sechs Reaktoren von Saporischschja. Das größte AKW Europas ist aus Sicherheitsgründen nicht im Betrieb, doch in der Anlage befindet sich weiterhin radioaktives Material.

Moskau macht Kiew verantwortlich - IAEA gibt kein Urteil ab

Zuvor hatten die von Moskau eingesetzte Kraftwerksleitung und der Chef des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, das ukrainische Militär für den Angriff verantwortlich gemacht. Dabei soll eine über ein Glasfaserkabel ferngesteuerte Drohne eingesetzt worden sein. Die ukrainische Armee wies die Vorwürfe zurück.

Die IAEA-Fachleute inspizierten das betroffene Turbinengebäude am Tag nach dem Einschlag. Der Schaden stimme mit einem Drohneneinschlag überein, befanden sie. Sie berichteten auch von verbrannten Glasfaser-Resten am Ort des Einschlags. Die Organisation äußert sich nach solchen Vorfällen aber grundsätzlich nicht darüber, welche der Kriegsparteien verantwortlich ist.

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