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Dax schwach - Fokus auf Ölpreis 27.03.2026, 10:57 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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DAX 23.906,52 PKT -1,76 % Ariva Indikation
E-Stoxx 50 5.810,02 PKT -1,63 % Ariva Indikation

(Korrigiert wird im vorletzten Absatz Morgan Stanley zu Lanxess. Die US-Bank hat ihre ursprüngliche Angabe korrigiert. Die Einstufung für Lanxess bleibt auf "Overweight", es wurde nur das Kursziel auf 20 Euro gesenkt.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Angesichts wieder anziehender Ölpreise hat der Dax DE0008469008 am Freitag nachgegeben. Aus dem wegen des verlängerten Ultimatums der USA für den Iran zunächst freundlich erwarteten Handelsstart wurde nichts. Gradmesser für die Stimmung am Markt bleibt der Ölpreis. Und der hält sich - gemessen an der Nordseesorte Brent - mit derzeit rund 109 US-Dollar deutlich über der Marke von 100 Dollar, auch wenn das Hoch vom Montag bei über 114 Dollar bislang nicht überschritten wurde.

Der Aufschub durch US-Präsident Donald Trump um zehn Tage mindere die Risiken nicht, und das sei an den Märkten spürbar, sagte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management. Es fühle sich eher so an, "als wenn ein Händler eine Verlustposition in die Zukunft verschiebt". Die Weigerung des Ölpreises, auf einem tieferen Niveau zu verharren, signalisiere nach wie vor die "Eskalationsgefahr hinter den Schlagzeilen".

Der deutsche Leitindex beschleunigte im frühen Geschäft seine neuerliche Talfahrt und sank um 0,8 Prozent auf 22.442 Punkte. Damit bleibt der Dax aber immer noch in der Handelsspanne vom Montag, als er im Tagesverlauf infolge widersprüchlicher Nachrichtenlage um spektakuläre 1.300 Punkte, zwischen knapp über 21.860 und bis in Richtung 23.200 Punkte, geschwankt war.

Der MDax DE0008467416 büßte am Freitag 1,3 Prozent auf 27.895 Zähler ein. Der Leitindex der Euroregion, der EuroStoxx 50 EU0009658145, gab um 0,5 Prozent auf 5.537 Zähler nach.

Trump verlängerte das Ultimatum zur Freigabe der Straße von Hormus nun bis zum 6. April, 20.00 Uhr (US-Ostküstenzeit, 7. April 2.00 Uhr deutscher Zeit). Bis dahin sollen keine iranischen Kraftwerke angegriffen werden, wie er unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche auf seiner Plattform Truth Social schrieb. Die Nachrichtenlage bleibt dennoch widersprüchlich, denn der Iran hat mehrfach solche von Trump erwähnte Gespräche dementiert, während Pakistan seine Vermittlerrolle bestätigte. Die Straße von Hormus, einer der weltweit wichtigsten Transportwege übers Meer für Energielieferungen, die von Iran faktisch geschlossen wurde, bleibt damit vorerst kaum passierbar.

Unternehmensseitig dürften hierzulande Umstufungen von Einzelwerten im Blick stehen sowie auch einige wenige Unternehmensnachrichten. So meldete der Ticketvermarkter und Veranstalter CTS Eventim DE0005470306 am Vorabend ein starkes Geschäftsjahr 2025 und übertraf die Schätzungen von Analysten. Doch das Unternehmen will die Dividende kürzen und außerdem enttäuschte der Ausblick. Am Markt werden nun sinkende Analystenschätzungen für das bereinigte operative Ergebnis in diesem Jahr erwartet. Die Aktie brach am MDax-Ende um 15,5 Prozent ein.

Jungheinrich DE0006219934 gaben an vorletzter Stelle im MDax um 4,0 Prozent nach. Der Gabelstapler-Hersteller steigerte 2025 trotz des schwachen wirtschaftlichen Umfelds den Auftragseingang und Umsatz, verdiente operativ aber wegen Sondereffekten deutlich weniger. Für das laufende Jahr zeigte sich das Management zuversichtlich.

Die US-Bank Morgan Stanley äußerte sich unterdessen zu Chemieaktien und hob unter anderem Evonik DE000EVNK013 auf "Overweight". Um Lanxess DE0005470405 gab es indes zunächst Verwirrung, denn die US-Bank korrigierte sich in ihrer Branchenstudie, nachdem sie zunächst geschrieben hatte, sie habe ihr Anlageurteil für diese Aktie gesenkt. Später folgte die Korrektur, dass nur das Kursziel für Lanxess gesenkt worden sei, und zwar von 26 auf 20 Euro, das Anlageurteil "Overweight" aber beibehalten wurde.

Morgan-Stanley-Analyst Thomas Wrigglesworth passte seine Schätzungen für Chemiewerte dem erwarteten verbesserten Umfeld im zweiten und dritten Quartal an. Preise und Absatzmengen aufgrund von Engpässen bei Rohstoffen aus dem Nahen Osten dürften sich ihm zufolge bis dahin voraussichtlich erholt haben.

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