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Roboterhersteller Neura wählt GFT als Software-Partner aus 30.06.2025, 17:27 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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GFT Technologies 20,50 EUR +0,24 % Lang & Schwarz

(Berichtigt werden im letzten Absatz die Jahre des Rekordhochs und des Rekordtiefs. Das Rekordhoch stammt aus dem Jahr 2000 rpt 2000, das Rekordtief von 2003 rpt 2003.)

STUTTGART (dpa-AFX) - Der IT-Dienstleister und Softwareanbieter GFT arbeitet bei der Entwicklung von Software für physische Künstliche Intelligenz (KI) mit dem Roboter-Hersteller Neura zusammen. "Wir bringen unsere Kernkompetenzen in den Bereichen KI-Software und digitale Plattformen in die Robotik ein", sagte GFT-Unternehmenschef Marco Santos am Montag in Stuttgart. Neura entwickelt intelligente Maschinen, die in realen Umgebungen lernen, sich anzupassen und autonom zu handeln.

GFT sieht für sich durch die Partnerschaft nach eigenen Angaben neue Wachstumschancen im boomenden Robotikmarkt. Nachdem die GFT-Aktie seit der Vorlage schwacher Quartalszahlen im Mai unter Druck gestanden hatte, legte sie am Montag um bis zu knapp zehn Prozent zu. Zwar konnte das Papier die Gewinne nicht ganz halten, zählte aber am Nachmittag mit einem Plus von etwas mehr als sechs Prozent auf 24 Euro immer noch den stärksten Titeln im Nebenwerteindex SDax .

Anders sieht es im bisherigen Jahresverlauf aus: Da hinkt das Papier mit einem Plus von rund neun Prozent dem SDax hinterher. Immerhin konnte die Aktie damit die Talfahrt der drei Jahre davor beenden. Von Ende 2021 bis Ende 2024 war der Börsenwert des Unternehmens um mehr als die Hälfte auf nur noch 580 Millionen Euro abgesackt. Inzwischen ist das Unternehmen wieder etwas mehr als 630 Millionen Euro wert.

Der seit Anfang des Jahres amtierende Konzernchef Marco Santos zeigte sich trotz der leichten Besserung während seiner Amtszeit nicht mit der Entwicklung des Aktienkurses zufrieden. Er will sich ganz auf das operative Geschäft konzentrieren, um die Mittelfrist-Ziele zu erreichen. Dies würde dann auch die Investoren überzeugen. "Ich lege sehr großen Wert auf die Umsetzung unserer Strategie und gehe davon aus, dass sich das auch am Finanzmarkt langfristig auszahlt", sagte er der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Der 50-jährige Manager will GFT bis 2029 zu einem vollständig KI-zentrierten Unternehmen umbauen. Dies sei die Voraussetzung, um von der KI-Revolution zu profitieren. So soll der Umsatz bis 2029 auf 1,5 Milliarden Euro steigen - das wäre im Schnitt ein Wachstum von etwas mehr als zehn Prozent pro Jahr. Dies soll unter anderem durch ergänzende Übernahmen geschehen. Die Marge auf Basis des um Sondereffekte bereinigten Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll auf rund 9,5 Prozent steigen. Für 2025 peilt GFT einen Erlös von rund 930 Millionen Euro und damit circa sieben Prozent mehr als im vergangenen Jahr an. Der operative Gewinn dürfte dabei leicht auf 75 Millionen Euro zurückgehen.

Bei der bereinigten operativen Marge (Ebit) erwartet der Vorstand einen Wert von lediglich etwas mehr als acht Prozent. Damit rechnet das Unternehmen im laufenden Jahr mit einer fast um einen Prozentpunkt sinkenden Profitabilität. Gründe dafür seien unter anderem höhere Investitionen, zusätzliche Maßnahmen, um die Effizienz zu steigern, sowie höhere Zahlungen in die Sozialversicherungssysteme verschiedener Länder.

GFT ist derzeit in mehr als 20 Ländern vertreten und beschäftigt mehr als 12.000 Mitarbeiter. Der Großteil der Kunden sind Banken. Diese steuerten 2024 rund drei Viertel zum Konzernumsatz bei. Der Rest kommt von Versicherungskonzernen und der Industrie. Bei den Ländern sind Brasilien, Deutschland und Spanien die wichtigsten Märkte. Hier generiert GFT 2024 rund 40 Prozent der Erlöse.

Das Unternehmen wurde 1987 von Ulrich Dietz gemeinsam mit Michael Schönemann gegründet. Dietz war lange Konzernchef und leitet jetzt den Verwaltungsrat. Er hält zudem noch rund 26 Prozent der Anteile; weitere knapp zehn Prozent gehören seiner Frau Maria Dietz. Das Unternehmen ist seit 1999 an der Börse notiert.

Im Börsenboom um die Jahrtausendwende zog der Kurs der GFT-Aktie in den ersten Monaten bereinigt um Kapitalmaßnahmen bis auf 92,50 Euro im Februar 2000 an. Mit dem Aktiencrash und dem Zusammenbruch des Neuen Markts stürzte der Kurs 2003 auf weniger als einen Euro ab. In den Jahren danach erholte er sich wieder peu à peu bis auf das Zwischenhoch von knapp 50 Euro Ende 2021, bevor es dann wieder etwas nach unten ging./zb/stw/nas

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