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ZDF-Intendant Himmler stellt sich zur Wiederwahl 13.03.2026, 08:24 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

(In einer früheren Version des Artikels hieß es, für eine Wiederwahl werde eine Zwei-Drittel-Mehrheit benötigt. Es muss heißen, dass mindestens drei Fünftel der Stimmen benötigt werden.)

MAINZ (dpa-AFX) - Es geht um einen der wichtigsten Posten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland: ZDF-Intendant Norbert Himmler stellt sich am Freitag (ab 9.00 Uhr) im Fernsehrat des öffentlich-rechtlichen Senders in Mainz zur Wiederwahl. Der 55-Jährige ist der einzige Kandidat, eine ursprünglich ebenfalls zur Wahl zugelassene Bewerberin hat ihre Kandidatur wieder zurückgezogen.

Himmler benötigt für seine Wiederwahl mindestens drei Fünftel der Stimmen des Gremiums. Der gebürtige Mainzer steht seit Frühjahr 2022 an der Spitze des ZDF mit rund 6.000 Beschäftigten, seine aktuelle Amtszeit endet im März kommenden Jahres. Bei einer Wiederwahl würde er bis 2032 Chef einer der größten Rundfunkanstalten in Europa bleiben.

Bei der Fernsehratssitzung geht es auch um die Aufarbeitung eines schweren Fehlers. In einem Beitrag für das ZDF-"heute journal" wurden Mitte Februar Bilder verwendet, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt und nicht ausreichend gekennzeichnet worden waren. Es ging dabei um Einsätze der US-Migrationsbehörde ICE und Abschiebungen von Minderjährigen.

ZDF entschuldigte sich für Fehler

Das ZDF entschuldigte sich später für den Fehler, es sei gegen sendereigene Standards verstoßen worden. Die für den Beitrag verantwortliche New-York-Korrespondentin wurde abberufen.

Der Fall löste eine Diskussion über journalistische Glaubwürdigkeit aus. KI-generierte Videos sind immer schwerer von echten Aufnahmen zu unterscheiden - gerade in Nachrichtensendungen ist daher die Unterscheidung wichtig. Auch der Umgang des Senders mit dem Fehler stand in der Kritik.

Der Fernsehrat ist ein Kontrollgremium des ZDF, das wie die anderen öffentlich-rechtlichen Anstalten über den monatlichen Rundfunkbeitrag finanziert wird. Das Gremium befasst sich außerdem mit Programmbeschwerden und berät den Intendanten./hus/DP/zb

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