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Landkreistag befürwortet Kürzung beim Unterhaltsvorschuss 21.08.2026, 06:27 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Der Landkreistag unterstützt die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) zur Streichung des Unterhaltsvorschusses für ältere Jugendliche. "Die geplante Absenkung der Altersgrenze beim Unterhaltsvorschuss von 18 auf 16 Jahre weist in die richtige Richtung", sagte Hauptgeschäftsführer Kay Ruge der "Rheinischen Post" (Freitag). "Der Staat muss den Mut haben, frühere Leistungsausweitungen zurückzunehmen, wenn sie finanziell nicht mehr tragbar sind." Der Lebensunterhalt bedürftiger Jugendlicher bleibe trotzdem durch andere Sozialleistungen gesichert.

Der Vorschuss wird gewährt, wenn unterhaltspflichtige Elternteile - meist Väter - für ihre Kinder nicht zahlen. Der Staat muss sich das Geld bei ihnen dann wiederholen, bleibt aber oft auf den Kosten sitzen. Die Sozialdemokraten lehnen die Kürzung ab, wollen aber Eltern, die keinen Unterhalt für ihre Kinder zahlen, stärker zur Kasse bringen.

Seit der Reform von 2017 habe sich die Zahl der leistungsberechtigten Kinder und Jugendlichen verdoppelt, die Ausgaben hätten sich nahezu vervierfacht, erklärte Ruge. "Unterhaltspflichtige Elternteile müssen selbstverständlich weiterhin konsequent in Anspruch genommen werden. Der Unterhaltsvorschuss darf aber nicht dauerhaft an die Stelle elterlicher Verantwortung treten."

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