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Lawrow kritisiert US-Vorgehen bei Ukraine-Verhandlungen 09.02.2026, 12:43 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

MOSKAU (dpa-AFX) - Bei den Verhandlungen über eine mögliche Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat der russische Außenminister Sergej Lawrow den USA indirekt Wortbruch vorgeworfen. Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump hätten sich bei ihrem Treffen in Alaska im August auf Prinzipien für eine Lösung geeinigt, die Washington nun aber ablehne, sagte Lawrow in einem auf der Seite des Ministeriums veröffentlichten Interview mit dem Portal "Brics TV". "Jetzt sind sie nicht bereit", sagte Lawrow.

Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass die in Anchorage getroffenen Vereinbarungen für Russland der einzige Weg seien, bei den Verhandlungen einen Durchbruch zu erzielen. Die Gespräche würden auch fortgesetzt, sagte er.

Russland besteht etwa darauf, dass die Ukraine ihre Truppen komplett aus dem umkämpften Donbass - das sind die Gebiete Luhansk und Donezk

- abzieht, obwohl Kiew da teils noch die Kontrolle hat. Bei den

trilateralen Verhandlungen zwischen Ukrainern und Russen und den USA als Vermittler gab es in dieser Frage bisher keine Bewegung.

Lawrow kritisiert Druck seitens der USA auf Russland

Lawrow erklärte in dem Interview, dass Russland bereit gewesen sei, eine vollumfängliche Zusammenarbeit mit den USA zum gegenseitigen Vorteil aufzubauen. "Bisher sieht in der Praxis alles entgegensetzt aus: Es werden neue Sanktionen verhängt, es wird "Krieg" geführt gegen Tanker auf dem offenen Meer unter Verstoß gegen die UN-Seerechtskonvention", sagte der Minister.

"Es gibt Versuche, Indien und unseren anderen Partnern den Einkauf von billigen, verfügbaren russischen Energieträgern zu verbieten", führte Lawrow aus. Im Gegenzug würden die USA Kunden zwingen, dreimal so teures Flüssiggas einzukaufen.

Lawrow warf den USA auch vor, mit Sanktionen gegen russische Firmen wie Lukoil und Rosneft gezielt Konkurrenten ausschalten zu wollen. "Im Bereich der Wirtschaft sehen wir keine "rosige" Zukunft", sagte er mit Blick auf die unter Trump wieder aufgenommenen russisch-amerikanischen Beziehungen. Die Amerikaner wollten Versorgungswege und Energieträger auf den Kontinenten unter ihre Kontrolle bringen, sagte Lawrow. Ziel sei eine wirtschaftliche Dominanz. Zugleich sagte Lawrow, Russland bleibe bereit zu Verhandlungen und einer Zusammenarbeit./mau/DP/mis

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