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Lettlands Geheimdienst warnt vor stärkerer Bedrohung durch Russland 26.01.2026, 10:54 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

RIGA (dpa-AFX) - Lettlands Verfassungsschutz warnt vor einer immer stärkeren Bedrohung durch Russland. Die von Russland ausgehenden Sicherheitsrisiken nähmen in Europa deutlich zu, schreibt die Behörde in ihrem Jahresbericht für 2025. Zugleich stelle Russland derzeit keine direkte militärische Bedrohung für das baltische EU- und Nato-Land dar. Einige Anzeichen wie die russischen Narrative und Propaganda über Lettland deuteten aber auf mögliche langfristige Pläne hin, heißt es weiter.

Nach Einschätzung des lettischen Verfassungsschutzes hat sich Moskaus Wahrnehmung des Westens als existenzielle Bedrohung verschärft. Russland sehe sich bereits in einer direkten Konfrontation mit dem Westen - nicht nur in der Ukraine, sondern auch global und ideologisch. Diese Wahrnehmung erhöhe das Risiko von Fehlkalkulationen und bedeute eine deutliche Zunahme der Sicherheitsrisiken für Europa, heißt es im Bericht.

Sabotageakte und Desinformationskampagnen

Russland hat 2025 nach Angaben des Geheimdienstes nicht nur seine gegen den Westen gerichteten Aktivitäten fortgesetzt und Sabotageakte und Desinformationskampagnen durchgeführt. Auch habe es den Willen und die Bereitschaft gezeigt, Cyberangriffe auf industrielle Steuerungssysteme in Lettland und westlichen Ländern durchzuführen. Dies ziele darauf ab, Unsicherheit und Misstrauen in der Bevölkerung erzeugen und die Einheit des Westens bei der Unterstützung der Ukraine zu untergraben.

Lettland grenzt im Osten an Russland und dessen Verbündeten Belarus. Der Baltenstaat ist ein enger Partner und Unterstützer der Ukraine, die sich seit fast vier Jahren gegen eine russische Invasion wehrt. "Unsere Beobachtungen zeigen, dass Russlands Wahrnehmung von Lettland zunehmend derjenigen ähnelt, die es vor dem Krieg gegenüber der Ukraine hatte", schreibt der Verfassungsschutz. Diese zunehmend negative Sicht auf Lettland könne langfristig zu aggressiveren russischen Entscheidungen führen - auch wenn dies für Moskau gegenwärtig keine Priorität habe./awe/DP/jha

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